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Start Logbuch Nordlandreise 2008 Island - Spitzbergen
Island - Spitzbergen

Island-Spitzbergen - Papageientaucher im Fokus

Island- Spitzbergen - Spi-Kurs gen Jan Mayen

Island-Spitzbergen - Jan Mayen - es klart auf





Segeln Island - Spitzbergen - Nordlandreise 2008

Auszug aus dem Logbuch-Törnbericht


22. Juli 2008
Die Wetterlage: Über Island entwickelt sich ein neues kräftiges Tiefdruckgebiet, auf dessen Nordseite sich die Isobaren komprimieren. Der Seewetterbericht, von Bodö Radio übermittelt, ausgestrahlt über Jan Mayen Radio, sagt drehende und zunehmende Winde aus NE voraus. Mit diesen Aussichten hätten wir rund um Jan Mayen keine schützende Ankerbucht mehr. Ein Verbleib in der Guinea Bukta wäre bei aufkommendem Seegang ohne ausreichenden Landschutz höchst riskant. Es ist eine schwere wie auch einfache Entscheidung: im Interesse der Sicherheit bleibt uns nichts anderes übrig als in See zu stechen und uns dem aufkommendem Wetter zu stellen. Mit vereinten Kräften holen wir den Anker ein und verlassen um 01h50 die Guinea Bukta. Wir segeln bei böigem Starkwind aus S-SE 6-8 Beaufort in der Leeabdeckung der nach Nordosten verlaufenden Westküste Jan Mayens gen NE – ausschließlich unter Genua III. Im Einzugsbereich des Beerenbergs treten unstetige und heftige, stürmische Winde auf, teils mit schweren Sturmböen. Es gibt ‚Déjà-Vue-Erlebnisse vom Nordmeertörn 2006...

Eine schwere, dunkle und umfangreiche Eiswolke steht über dem 2.200 m hohen Gletscher, der bläulich fahl aus den grauen Wolken schimmert. Die Wellenkämme stehen steil, während die Gischt und die Brecher vom Wind diagonal weggefegt werden. Die Yacht ist schwer zu kontrollieren – ich muss alle Erfahrung aufbringen die Swan auf Kurs zu halten. Selten war eine Seepassage so extrem zu steuern wie diese. Das Gewaltpotential der Natur führt zu einer kochenden See. Diese Passage ist bereits an anderer Stelle mit ‚Tanzboden des Teufels’ beschrieben worden…

Fazit
Der Nordmeertörn ist in der Analyse der Saison 2008 die anspruchsvollste Unternehmung der SY Charisma gewesen. Der Rahmen des Sinnvollen wie auch des Möglichen wird durch die Natur gesetzt. Erst auf dieser Ebene kann der Mensch das bewirken, was er sich zum Ziel gesetzt hat. Auf der Basis eines sicheren, solide und gut konstruierten Schiffes haben wir mit Willensstärke einen außergewöhnlichen Hochseetörn gesegelt.

Erfahren Sie mehr über das Segeln von Island über Jan Mayen nach Spitzbergen!

>> Törnbericht Island-Spitzbergen 2008 (PDF Download)
>> Bildergalerie Island-Spitzbergen 2008

 

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Segelreviere: Nordsee, Ostsee, Englischer Kanal, Atlantik, Keltische See, Irminger See, Nordmeer, Karibik und Ostküste USA.
Unser besonderes Highlight: Schwerwettertraining auf der Nordsee.