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Englischer Kanal & Keltische See Segeln auf einer Nautor's Swan
Nordlandreise 2010 Auszug aus dem Logbuch-Törnbericht 30. April 2010 Zwischen dem Hoch über der Biskaya und dem Tief über den Britischen Inseln wehen bei schönstem Wetter angenehme westsüdwestliche Winde in den Englischen Kanal. Um 09h30 legen wir bei Hochwasser von Perros-Guirec ab. Unter Ausnutzung der nach Westen ablaufenden Tide segeln wir mit NW-Kurs entlang der Küste der Bretagne. Die Bedingungen sind gut für eine Demonstration des Spinnakersegelns. Wir setzen den roten Starkwind-Spinnaker, den wir höher zum Wind trimmen können, als den umfangreicheren Leichtwind-Spi. Bei 4 Beaufort ist bei ruhigem Seegang mit aufmerksamen Steuerleistungen ein Halbwind-Kurs möglich. Dabei setzt die Segelphysik den Rahmen dessen, was auf der Yacht umsetzbar ist.
Bei herrlichen Segelbedingungen segeln wir für zwei Stunden nördlichen Kurs in den Englischen Kanal. Unser abgesetzter Kartenkurs führt uns jedoch gen NW in Richtung Cornwall. Wir bergen das Tuch und segeln bei leicht auffrischenden Winden und zunehmenden Seegang unter Genua III und Großsegel im ersten Reff durch den westlichen Englischen Kanal. In der Abenddämmerung erscheint das weit tragende Leuchtfeuer von Lizard Point, dem wir in bewegter See entgegen segeln.
3. Mai 2010 Auf der Rückseite des nach Osten abziehenden Tiefs folgt ein sich auf dem Atlantik ausweitendes Hoch. Im Isobarengefälle wehen nunmehr frische Winde aus N-NE. Aufgrund der Wetterlage sehen wir von einer Ansteuerung der Scilly Islands ab, da wir zum einen keinen ruhigen Liegeplatz finden würden, zum anderen sich unser Windanstellwinkel mit Kurs gen Südküste Irlands ungünstiger gestalten würde. Um 08h40 legen wir von Penzance ab. Wir segeln zunächst unter der Landabdeckung von Cornwall gen Westen und verringern sukzessive die Großsegelfläche. Die Atlantikdünung bricht sich an den Felsen von Landsend und wir passieren den markanten vorgelagerten Leuchtturm Longships. Mit nordwestlichem Kurs segeln wir im zweiten Reff am Rande der Rumpfgeschwindigkeit in die Keltische See.
Das Wachsystem fahren wir überlappend, jedes Crewmitglied drei Stunden, 1,5 Stunden mit dem ersten und 1,5 Stunden mit dem zweiten Wachpartner. Der Vorteil liegt darin, dass nur einer zurzeit sich an Bord umziehen muss und zudem zu einem Wachpartner an Deck kommt, der an die äußeren Gegebenheiten bereits aklimatisiert ist. Am Abend lassen die Winde nach und wir segeln bei milden Temperaturen bei nachlassendem Seegang in eine ruhige Nacht.
Erfahren Sie mehr über das Segeln im Kanal und der Keltischen See!
>> Reisebericht Kanal & Keltische See (PDF Download) >> Bildergalerie Kanal & Keltische See 2010
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