Lofoten & Norwegen - Segeln auf der Nautor's Swan
Nordlandreise 2010 Auszug aus dem Logbuch-Törnbericht 15. September 2010 Das Tief ist in seinem Kern von der Norwegischen See über den Westen von Norwegen gezogen. Da wir uns im Seegebiet der Lofoten links von der Zugbahn des Tiefs befinden, dreht der Wind von E links auf E-NE. Um 13h10 legen wir vom Nusfjord ab. Der Wind weht mit E-NE 5. Aufgrund der Topographie der Steilküsten der Lofoten ist zusätzlich mit wechselhaften Windböen zu rechnen, so dass wir nur unter Genua II mit Kurs SW parallel zur Südküste segeln. Die Diskrepanz des Windes liegt bei diesen lokalen Windeinflüssen zwischen 2 und 7 Beaufort. Wir steuern mit Reine den nächsten Fischerhafen an, der durch die vorgelagerten Schären und einem Damm gut von der See des Vestfjords geschützt ist. Um 15h00 machen wir an einem Schwimmponton längsseits fest. Distanz: 10 sm.
Im Hafen spielt sich aufgrund des unmittelbaren Einflusses des Tiefdruckgebietes eine prächtige Szenerie ab. Die hohen Felsen liegen im kräftigen Farbenspiel zwischen dem tief graublauen Himmel und im Kontrast dazu den weißen Wolken. Landgang durch das durch die Landschaftsstruktur verzweigt liegende Fischerdorf.
16. September 2010 Das über dem Westen von Norwegen liegende Tief intensiviert sich und zieht etwas nach Westen. Im nördlichen Sektor des Tiefs, der in das Seegebiet der Lofoten hineinreicht, weiten sich jedoch die Isobaren, so dass wir keinen Starkwind bekommen. Um 08h50 legen wir von Reine ab. Der Wind weht wechselhaft und frisch aus E-SE 5. Wir segeln unter Genua II und erstem Reff im Großsegel Kurs S und queren damit auf schnellem Am-Wind Kurs den Vestfjord. Am Nachmittag steuern wir die dem Festland vorgelagerten Schären an. Die See wird in der Abdeckung ruhiger, der Wind lässt auf SE-E 4 nach und wir reffen aus. Am frühen Abend schläft der Wind ein, wir bergen die Segel, passieren den Leuchtturm Ternholmerne auf Backbord unter Motor und steuern in der Abenddämmerung mit Kurs SSE nach Sicht und Leuchtfeuern in den geschützten Schärengarten hinein. Der kleine Leuchtturm Grönholmtaerne bleibt auf Steuerbord. Wir steuern mit Kurs E bis nördlich der Insel Bolga und lassen um 20h30 den Anker fallen. Distanz: 68 sm.
Schönste Atmosphäre in der Dunkelheit und Stille der Natur im Nordwesten Norwegens. Ankerdrink im Cockpit, Dinner im Salon.
Fazit Der Lofoten- & Norwegen Törn war durch die Kameradschaft und die Harmonie der Crew geprägt. Die Natur im Westen Norwegens bei den intensiven Spätsommerlagen zu erleben ist etwas Besonderes, im Speziellen das Farbenspiel des Lichts in der Stille der Natur...
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