|
|
Segeln St. Maarten auf die BahamasAuszug aus dem Gäste-Bordtagebuch (Andrea Höß)600 Seemeilen zweihandAls wir am Samstag von Puerto Rico ablegen liegen 600 Seemeilen mit vier Tag- und Nachtfahrten vor uns. Bei zunächst abflauendem Winden lässt es sich Constantin nicht nehmen alleine den 180 qm Spinnaker (den vierten Spi an Bord) zu setzen. Unter gleißender Sonne rauschen wir mit 7 Knoten in den Abend. Der Wind drohte bereits einzuschlafen als beim ersten Wachwechsel um 22 Uhr eine Front aufzieht und kräftige Böen mit sich bringt. Spinnackersegeln am Limit
 Die Yacht legt sich auf die Seite, Wasser schwappt über das leewärtige Freibord, ich fiere das Großsegel. Als das nicht den gewünschten Effekt bringt, gebe ich den Achterholer frei. Die Yacht richtet sich wieder auf, der Spinnaker weht nach Lee aus und flattert geräuschvoll in der Dunkelheit. Fliegender Wechsel am Ruder – während Constantin den Spinnacker birgt und die Leinen klariert, halte ich die Yacht auf Halbwindkurs. Unter Genua und dem Großsegel im zweiten Reff geht es weiter durch die Nacht. 4 Tage und Nächte auf See
 Wir gewöhnen uns an unser Wachsystem: 2 Stunden steuern, 2 Stunden schlafen. Wer noch kann, hängt hier und da eine Stunde an die Steuerwache ran um dem anderen eine etwas längere Pause und Zeit zum Kochen zu ermöglichen. In diesem Rhythmus erleben wir schöne Segeltage und stockfinstere Nächte, in denen wir ohne Kompass und Windanzeige in der Wasserwüste verloren wären. Hier und da begegnen wir einem Kreuzfahrtschiff. Ein fliegender Fisch verirrt sich auf die Charisma, den wir nach großer Zappelei im Cockpit wieder ins Wasser entlassen. Wir steuern die Westküste von San Salvador an und bringen vor Cockburn Town den Anker aus. Das Wasser brilliert in türkisen Reflexionen... Sie interessieren sich für das Seglen von St. Maarten auf die Bahamas?>> Bildergalerie St. Maarten - Bahamas |