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Schwerwettertraining auf der Nordsee
Auszug aus dem Logbuch-Törnbericht 'Navigation'
17. März 2008 Die Wetterlage: Zwischen einem umfangreichen Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln und einen Tiefdruckgebiet über Skandinavien frische fließt polare Meeresluft in die Nordsee - sie führt zu starken bis stürmischen Wind aus Nördlichen Richtungen.
Wir bereiten im Hafen von Helgoland die Sturmbesegelung vor, bergen die angeschlagene Genua IV, heißen die Sturmfock vor und schlagen das Trysegel an der separaten Mastschiene an. Als wir den Schutz-und Sicherheitshafen verlassen, wehen uns stürmische N-Winde ins Gesicht. Wir kreuzen durch die Passage zwischen Helgoland und Düne in Nordwestliche Richtung. Mit den kurzen Kreuzschlägen wartet viel Arbeit an den Schoten auf die Crew. Teils türmen sich die Wellen auf 3-4 m auf, die unsere Swan mit Bravour nimmt. Das Schwerwetter-Team stellt sich den Herausforderungen mit guten und zuverlässigen Leistungen. Im gleißenden Sonnenlicht leuchtet das rote Trysegel während die grün-weiße See das Teakdeck der SY Charisma wäscht.
Wir sind zudem in der Navigation gefordert, um uns innerhalb des Fahrwassers zu halten, außerhalb wird es flach. Die Brandungswellen machen es deutlich, wie wichtig Ausschau nach den Tonnen ist. Ein Navigationsfehler hätte fatale Auswirkungen...
Zur Demonstration führen wir ein Boje-über-Bord Manöver durch. Dabei zeigt sich erneut die Wirkung und Effizienz des Hamburger Manövers. Mit dicht geholten Segeln steuern wir mit Halbwind-Kurs vom Objekt weg, wenden zurück stehender mit Fock segeln und erneut mit Halbwind-Kurs auf unser Ziel zu. Im Zustand beigedrehten reduziert sich mit aufgefierten Trysegel fortlaufend die Fahrt der Yacht, bis wir bei der Boje bei geringer Fahrt anluven und sie am durch den Winddruck niedrigen leewärtigen Freibord aufnehmen. Wir kreuzen zurück in den Hafen ...
Erfahren Sie mehr über dieses Schwerwettertraining auf der Nordsee!
>> Schwerwettertraining 1-2008 (PDF-Download)
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