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Schwerwettertraining auf der Nordsee
Auszug aus dem Logbuch-Törnbericht 'Gute Seemannschaft bei schwerem Wetter'
25. März 2008 Um 07h10 legen wir von Büsum ab. Wir steuern zunächst mit dem restlichen ablaufenden Gezeitenstrom durch die Süderpiep in westliche Richtung. Dabei begleiten uns schwere Schneeböen, die uns zeitweise die Sicht nehmen. Nach dem Spektakel klart es auf und der Wind weht schwach und unstetig, bis sich schließlich ein frischer NW durchsetzt. Wir setzen das Trysegel, rollen die Genua IV aus und segeln der Ansteuerungstonne Süderpiep entgegen. Wir bergen das Trysegel und setzen das Großsegel ins zweite Reff.
Die Tide kentert und wir kreuzen gegen Wind und Gezeitenstrom dem WNW-lich gelegenen Helgoland entgegen. Der Wendewinkel beträgt aufgrund der unserem Kursziel entgegen wirkenden Naturverhältnisse bis zu 130°. Schnee- und Hagelschauer geben sich bei unstetigen, frischen bis starken W-NW Winden die Hand. Die Crew rotiert im Teamgeist auf ihren Positionen: Einreffen, Ausreffen, Ruderwechsel, Aufwärmen, Wendemanöver etc.
Bestes Training für die immer besser werdende Seemannschaft der Crew! Zur späten Mittagszeit kippt die Tide. Wir nähern uns der Hochseeinsel, die jedoch zumeist hinter tiefgrauen Wolken mit strammen Schneeböen verschwindet. Zeitweise müssen wir das Großsegel bergen. Nach Durchzug der Fronten heißen wir das Tuch wieder auf, um optimal bis in den Hafen von Helgoland zu segeln.
Fazit Das Schwerwettertraining in der Nordsee war geprägt von den kalten und windreichen Nordlagen des Frühjahrs. Dieses Seegebiet bei diesen anspruchsvollen Wetterlagen auf einer exzellenten Yacht mit bestmöglichen meteorologischen Auswertungen mit einer durchhaltefähigen Crew mit guter Seemannschaft und Kameradschaft zu besegeln, machten den Anspruch, Reiz und Spaß dieser Unternehmung aus.
Erfahren Sie mehr über dieses Schwerwettertraining auf der Nordsee!
>> Schwerwettertraining 2-2008 (PDF Download)
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