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Start Logbuch Schwerwettertraining 'Spinnakersegeln pur'

Spinnakersegeln

Spinnakerbaum im Fokus

Roter Spinnaker


Schwerwettertraining auf der Nordsee

Auszug aus dem Logbuch-Törnbericht
'Spinnakersegeln pur'

Dieses Schwerwettertraining offenbarte erneut die perfekten Segeleigenschaften der von Olin Stephens konstruierten Nautor’s Swan. Die Bereiche des sportlichen Segelns, der Sicherheit und des Komforts werden ideal miteinander vereint. Neben den Sicherheitsmanövern stand bei diesem Schwerwettertraining u.a. das optimale Segeln unter Spinnaker im Fokus …

30. März 2010
Das Wetter wird durch die Vorderseite eines umfangreichen Tiefs über der Biskaya bestimmt. Daraus resultieren wechselhafte SE-Winde. Um 06h00 legen wir mit restlichem ablaufenden Gezeitenstrom von Büsum ab. Wir segeln bei SE 4 unter Genua III und Großsegel westlichen Kurs durch die Süderpiep in das Mündungsgebiet der Deutschen Bucht. Die Winde frischen zeitweilig auf 6 Beaufort auf, so dass wir zunächst das erste Reff, dann mit Passieren der Ansteuerungstonne und neuem Kurs am Wind das zweite Reff einbinden. Mit südlichem Kurs queren wir bei nachlassenden Winden das Elbe-Fahrwasser östlich des Verkehrstrennungsgebietes. Wir reffen wieder aus und segeln südlich der Lateral- und Kardinaltonnen, die Fahrwasser und Verkehrstrennungsgebiet markieren, gegen den einsetzenden Flutstrom in Richtung WSW.

Bei nunmehr schwachen bis mäßigen südöstlichen Winden segeln wir erneut mit dem Spinnaker, diesmal so hoch zum Wind, wie es die physikalischen Verhältnisse noch kontrolliert zulassen. Dabei wird der Spinnakerbaum weit vorne, dicht am Vorstag gefahren und der Achterholer über den Jockeypole luvwärtig an den Wanten vorbei geführt. Die Großschot haben wir entsprechend geöffnet, um die Risiken eines ‚Sonnenschusses’ zu minimieren. Das Großsegel bietet dadurch geringere Angriffsfläche, um den möglichen Ruderdruck zu vermeiden. Da sich in diesem grenzwärtigen Bereich die Kräfte schnell potenzieren, ist eine Ruderkorrektur schnell wirkungslos, wenn man den ‚entscheidenden Augenblick’ verpasst. Die physikalischen Kräfte entwickeln dann durch den gewaltigen Unterdruck im Spinnaker unaufhaltsam ihre Sogwirkung in den Wind. Anspruch, Konzentration und Genuss liegen hier dicht beieinander. Jedenfalls muss speziell in diesen Situationen mit extremer Aufmerksamkeit und mit viel Feingefühl gesteuert werden und führt zu:
Segeln vom Feinsten auf einer traumhaften Yacht…

Zur späten Mittagszeit bergen wir den Spi und segeln mit S-Kurs am Wind westlich des Flachs der Wangerooger Plate in das Fahrwasser und kreuzen mit mehreren Schlägen in die Jade hinein. Mit einsetzendem auslaufenden Ebbstrom vergrößert sich der Wendewinkel bei nachlassenden Winden immer mehr, so dass wir die restliche Strecke nach Hooksiel motoren. Ankunft im Vorhafen um 14h30. Wir machen vor der Schleuse an einem Muschelkutter längsseits fest. Distanz: 57 sm.

Für den sonnigen Anleger im Cockpit versorgen wir uns mit Fischbrötchen und einem kühlen Bier, bevor wir am Abend ins Restaurant ‚Brücke’ hinter der Schleuse einkehren.

Erfahren Sie mehr über dieses Schwerwettertraining auf der Nordsee!

>> Schwerwettertraining 3-10 (PDF Download)
>> Bildergalerie Schwerwettertraining 3-2010
 

Lust auf Segeln? Kommen Sie an Bord unserer Nautor's Swan und segeln Sie unter der fachlichen Anleitung von Profi-Skipper Constantin Claviez.
Segelreviere: Nordsee, Ostsee, Englischer Kanal, Atlantik, Keltische See, Irminger See, Nordmeer, Karibik und Ostküste USA.
Unser besonderes Highlight: Schwerwettertraining auf der Nordsee.