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News von Bord - Segeln auf einer Nautor's Swan | charisma4sea

ARC 2014 - Happy Landing

ARC - Charisma finished

Die SY Charisma hat am 12. Dezember 2014 die Ziellinie in der Rodeny Bay vor St. Lucia überquert. Hinter Schiff und Crew liegen 2.800 sm auf dem Atlanitk, die sie in 18 Tagen und 14 Minuten bewältigt haben.

Herzlichen Glückwunsch an Skipper und Crew zur erfolgreichen Atlanitküberquerung!

>> Bildergalerie der ARC 2014

 

ARC 2014 - Land in SIcht

ARC - Land in Sicht

Die SY Charisma steuert nach der letzten Nachtfahrt der ARC 2014 der Karibik entgegen. Die Lichter von Pigeon Island sind seit geraumer Zeit Backbord voraus zusehen und in Kürze wir die Sonne über St. Lucia aufgehen. Nach 18 Tagen und 2.800 sm auf dem Atlantik ausschließlich unter Segeln, freuen wir uns auf den Landfall. Wir danken allen, die uns in den letzen zwei Wochen von zu Hause verfolgt und begleitet haben. Eure mentale Unterstützung hat uns bei allen unserern Erlebnissen auf dem Atlantik begleitet. Herzliche Grüße von der gesamten Charisma-Crew.

 

ARC 2014 - Noch 300 Meilen

ARC - Noch 300 Seemeilen

Wir sind weiter auf gutem Weg gen St. Lucia und knacken heute die restlichen 300 sm. Die letzte Nacht war trotz aufgehendem Mond und sternenklarem Himmel anfangs sehr dunkel. Dennoch konnten wir den Spi lange am Optimum segeln. Mit dem Mondlicht kam dann irgendwann eine große Schauerwolke die es ratsam erschienen ließ den Spi zu bergen. Seitem segeln wir wieder unter unserer Standard-Passatbesegelung der Karibik entgegen.

ETA Rodney Bay: Freitag 12. Dezember

 

ARC - Lenzen vor Topp und Takel

Das angekündigte Seegewitter hatte es in sich. Gemäß den aktuellsten Grib-Daten und unseren Wetterbeobachtungen hatte es zunächst den Anschein, dass wir bereits auf der Rückseite der Gewitterzelle waren. Um 00 UTC löste ich in unserem bewehrten Wachzyklus Gerd mit seiner Wache ab, ab 02.00 UTC waren Ulli und Steffi im Cockpit. Das Großsegel hatten wir für die Nacht ins erste Reff gebunden, die Genua auf Backbord ausgebaumt. Die Böen nahmen bei mäßigem Süd-Ost-Passat zu und es wurde aufwändiger zu steuern. Trotz Vollmond war der Himmel nur eine tiefgraue Wolkenschicht. Die schwarze See veränderte sich im Seegang, wurde bockig und ruppig. Die Charisma tanzte auf den Wellen, dann nahm der Wind zügig auf stürmischen Starkwind zu und wechselte die Richtung. Ich kam in pechschwarzer Nacht zunächst nicht vom Steuer weg, musste dem Wind nachsegeln damit die Segel nicht back standen.

Bei diesen Verhältnissen war es am besten, dass ich Ulli das Steuer übergab und er zuverlässig den Kurs hielt, während Steffi im Cockpit blieb. Es schüttete wie aus Kübeln und nur mit einem minimalen Restlich waren Konturen zu erkennen. Ich nahm das Großfall von der Winsch am Niedergang und das Großsegel sackte soweit es vor dem Wind ging, am Rigg tiefer. Die Genua rollte ich mit gefierten Schoten ein. Der nächste Gang über das Steckschott und Schiebeluk in die Navigation die Decksbeleuchtung eingeschaltet, raus zum Mast das Großsegel gegen den Winddruck runtergezogen (an einen Auffschießer war bei dem Seegang nicht zu denken.) Mit Lösen des Bullenstander holte Steffi die Großschot dicht und ich tuchte das Großsegel Bahn für Bahn auf. Wir lenzten von Topp und Takel und pickten uns an der Steuersäule ein.

Das beeindruckende Szenario des "ausgeliefert seins" auf dem Ozean intensivierte sich mit Blitzen und Donnern des Seegewitters. Nach vergleichbaren Erlebnissen auf dem westlichen Atlantik zwischen den Bahamas und den USA 2003 und 2012 war es nun zum dritten mal soweit die Wache zur restlichen Crew in den Salon zu empfehlen. Ich arretierte das Steuerrad und überlies die Yacht sich selbst auf hoher See. Wir wetterten den Durchzug des Gewitters im geschützten Refugium der Charisma ab.

Um 04:00 UTC war der Spuk vorbei und Andi hatte mit seinen Wachpartneren Steffi und Sobollski die undankbare Aufgabe den indifferenten Wind hinter der Gewitterzelle einzufangen. Seit 06:00 UTC hat sich frischer Südwind durchgesetzt und wir sind wieder auf gutem Kurs gen St. Lucia.

An Bord sind alle wohl auf und es gibt keinerlei Schäden. Die Crew der Charisma grüßt herzlich in die Heimat.

 

ARC 2014 - Geburtstagsgrüße

ARC - Geburtstagsgrüße

Wohin auch das Auge blicket, Meer und Wellen nur ringsum,
Handylärm uns nicht erbittert, alle sind ja aus und stumm.

Wir fahren mit dem Besten, geradewegs nach Westen - übers Meer

Auf und nieder gehen die Wellen, der Boden der steht niemlas still,
aufrecht gehen ist nicht möglich wenn man überleben will.

Vorwärts vorwärts - keiner sehnet sich nach Eltern, Weib und Kind,
alle sind nur froh und glücklich weil wir hier zusammen sind.

Hier auf diesem großen Meer ist das Boot gut aufgestellt,
tauschen wollen wir mit niemand, nicht für alles Geld der Welt.

Mit dem Essen wird es schwierig, Gabeln gibt's genug nicht mehr,
Gerd hat mit der Pützes Inhalt fünf versenkt im tiefen Meer.

Doch für uns gibt es kein Klagen, ewig kann die Fahrt nicht sein,
einmal werden froh wir sagen - Karibik du bist endlich mein.

Dann fahren wir mit dem Besten nicht mehr nur nach Westen - übers Meer.

Das stimmt für heute nicht lieber Mirko, wir denken an dich:

Alles Gute zum Geburtstag, deine Eltern

 

ARC 2014 - Passatstoerung

ARC - Passatstörung

Hinter uns liegt eine arbeitsreiche Nacht, die mit grandiosem Segeln unter 180 qm Spinnaker mit Vollmond und Passatbewölkung begann. Im weiteren Verlauf holten uns Wolkenfelder ein, deren wechselhaften Windverhältnisse wir bei Regen sauber aussegelten. Die Charisma schoss pfeilschnell durch den Atlantik bei Winddrehern bis zu 50°.

Mit Erfahung, Gefühl und Intuition hielten wir unsere Swan im optimalen Anstellwinkel zum Wind. Als uns dann allerdings die regengetränkten Wolken-Störfelder erreichten und wir unter Spi nur noch im Kreis segelten, holten wir das Tuch ein. Die Situation war nicht mehr segelbar und wir dümpelten im Atlantik auf der Suche nach verwertbaren Windfeldern.

Nachdem wir die Yacht bei schwach umlaufender Brise wiederholt mit schlagenden Segeln durch den Wind gebracht hatten setzte sich der Passat wieder durch. Die Passatstörungen bleiben uns indes erhalten und fordern Geduld, Umsicht und gute Seemannschaft. Der Motor wird bis zur Ziellinie nicht angemacht - wenn derzeit auch langsmaer kommen wir der Karibik kontinuierlich näher.

 

ARC 2014 - Sternenhimmel

ARC - Sternenhimmel

Die Nächte im Passatgürtel werden immer milder. Delfine begleiten uns durch das tiefblaue Wasser und spielen in ihrer Eleganz und Dynamik mit der Charisma. Die Passatwolken führen angesichts des Vollmonds zu eindrücklichen Lichtspielen. Der ein oder andere fliegende Fisch verirrt sich ins Cockpit in sorgt wild zappelnd für Abwechslung bevor er mit beherztem Griff im Arbeitshandschuh wieder ins Meer befördert wird.

Der Blick in den sternenklaren Himmel ist Faszination pur. Die iPad-APP Skyguide sei hier auch allen Daheimgebliebenen empfohlen. Ausserhalb eines Planetariums gibt es kein besseres Medium um den freien Sternenhimmel mit der Simulation in Einklang zu bringen und so die Sternenbilder zu verinnerlichen.

Alle an Bord sind wohl auf und wir nehmen die Grenze der 1.000 Restseemeilen ins Visier.

 

ARC 2014 - BergfestARC - Bergfest

Mit Annäherung an den 20-sten Breitenparalell sind wir gestern das erste mal in die klassische Passatbewölkung hinein gesegelt. Es wurde nochmals wärmer, die gleissende Sonne stach vom stahlblauen Himmel und der Wind nahm durch das Aufheizen der Luftmassen auf Starkwind zu. Seitdem rollen wir mit guter Fahrt kontrolliert durch den Atlantik.

Heute haben wir Bergfest - die hälfte der Zeit vermutlich hinter uns und die hälfte der Streck vor uns. Die Crew hat sich bereits seit dem ersten Tag der Vorbereitungswoche bestens verstanden und ist längst zu einem gut funktionierendem und harmonischen Team zusammen gewachsen.

Zwei E-Mails mit Bordberichten von Uli sowie Andi und Steffi hängen im Datennirvane zwischen Atlantik und Hamburg. Die täglich eingehenden Wetterfiles können gut empfangen werden, nur mit dem Postausgang scheint es Unregelmäßigkeiten zu geben. Gut, dass wir das Satellitentelefon haben und täglich Kurznachrichten an unsere Shore-Crew senden können.

 

ARC 2014 - Fisch an der AngelARC - Spi oben, Fisch an der Angel

Am 1. Advent war es endlich soweit - wir hatten den 180 qm großen Spinnaker oben. Die Charisma ging in der Atlantikdünung ab wie Schmidt's Katze - eine halbe Stunden, dann näherte sich in der Störzone des nördlichen Passatgürtels die nächste Regenwolke. Kein Squall aber genug Wind um das Bergemanöver unmittelbar einzuleiten. Erkennen kann man diese Wettersituation nur bei einem regemäßigen Rundumblick in stets wachsamer Seemannschaft. In kurzer Zeit war jedes Crewmitglied auf seinem Posten und der Spi konnte kontolliert geborgen werden.

Wir machen weiter gute Fahrt unter ausgebaumter Genua und gerefftem Großsegel. Die drei Meter hohe Atlantikdünung lasst das Schiff rollen. Die Angel-Crew hat mit vereinten Kräften eine Goldmakrele gefangen. Sie wird heute in einem Gemüsebeet im Backofen zubereitet. Das Charisma-Team freut sich auf einen weiteren kulinarischen Hochgenuss.

 

ARC 2014 - Segelen auf dem AtlantikARC - Passat wir kommen

Wir nähren uns dem Passatgürtel. Die Nacht war mild und weitestgehende klar. Die Sterne funkeln unendlich am Firmament. Heute Morgen erfasste uns eine Störzone mit sehr leichtem und indifferenten Wind. Drei Stunden hat es gedauert, bis wir uns mit viel Fingespitzengefühl und Geduld freigeseglt hatten. Der Motor wurde nicht gestartet - auf der Charisma ist es seemännisches Selbstverständnis den Schwachwind auszusegeln. Das erklärt auch den ein oder anderen Zacken in der Kurslinie.

Mit der aufgehenden Sonne kam mit zunehmender Wärme auch der Wind zurück - allerdings weiterhin zu instabil für den Spinnaker. Unter Großsegel im ersten Reff (mit zwei Bullenstandern gesichert) und der auf Steuerbord ausgebaumten Genua (mit zwei Niederholern nach vorne und achtern gesichert) segeln wir der Karibik entgegen.

Die Crew hat auf dem sonnigen Brückendeck ein Advents-Frühstücksbuffet zubereitet und sendet herzliche Grüße an Familie und Freunde in der Heimat.

 
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Lust auf Segeln? Kommen Sie an Bord unserer Nautor's Swan und segeln Sie unter der fachlichen Anleitung von Profi-Skipper Constantin Claviez.
Segelreviere: Nordsee, Ostsee, Englischer Kanal, Atlantik, Keltische See, Irminger See, Nordmeer, Karibik und Ostküste USA.
Unser besonderes Highlight: Schwerwettertraining auf der Nordsee.