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News von Bord - Segeln auf einer Nautor's Swan | charisma4sea

ARC 2014 - 1. NachtfahrtARC - 1. Nachtfahrt

Die erste Nachtfahrt in Richtung Karibik ist gut verlaufen. Die gesamte Crew ist wohl auf. Gemäß den aktuellen Informationen unseres Wetterfroschs halten wir uns etwas südlich der optimalen Kurslinie. Erst auf 26° N haben wir auf Backbord Bug gehalst und segeln weiter mit ausgebaumter Genu "Butterfly" die verbleibenden 2.600 sm St. Lucia entgegen.

 

ARC 2014 - Chili am Vorabend des Starts zur ARC 2014ARC - Der Startschuss ist gefallen

Durch die Startverschiebung hatten wir am Sonntag einen geschenkten Tag, den jedes Crewmitglied individuell für sich genutzt hat. Um 18 Uhr haben wir uns dann zum Sun-Downer im Cockpit getroffen. Zum Abendessen gab es, das für den ersten Seetag von Uli vorgekochte Chiliconcarne. Dazu den Kochwein, den wir in kleinen Mengen gebunkert und eigentlich für die nächsten 3 Wochen vorgesehen hatten.
Alte Smutje-Weisheit: Was weg ist ist weg!

In der Nacht haben die garstigen Böen nachgelassen - Wind war zum Start aber noch genug da. Um bei 7 Bft aus Nord und einer Flotte von 200 Yachten nichts zu riskieren, haben wir einen defensiven Start gefahren.

Nachdem sich hinter der Startlinie das Feld etwas gelichtet hatte, haben wir dann die Genua II auf Steuerbord ausgebaumt und das Groß auf Backbord mit zwei Bullenstandern gesichert. Nun läuft die Charisma wie auf Schienen mit 8 kn auf nahezu der optimalen Kurslinie Richtung St. Lucia.

 

ARC 2014 - StarverschiebungARC - Startverschiebung

Ein Tief nördlich der Kanarischn Inseln bringt steifen Nordwind (in Böen bis zu 30 kn). Aufgrund der Wetterbedingungen hat die ARC Regattaleitung eine Startverschiebung verkündet. Der Start in der Cruising Class wird bis zu 18 Stunden verschoben - heute um 11:00 MEZ gibt es neue Informationen.

- Update -

Der Start für das komplette ARC Feld wir auf Montag 24.11.2104 verschoben. Mehr dazu auf der Webseite des Veranstalters:
>> ARC 2014 - Start delayed

 

ARC 2014 - GroßeinkaufARC - Inspiration Großeinkauf

Was Stand an? Eine Einkaufsliste für 3 Wochen und 8 Personen wunschabhängig auszuarbeiten und strukturiert zum Gebrauch beim Einkauf bereitzustellen.
Dank einer ausgeklügelten Excel Tabellle von einer ehemaligen ARC Crew war das gar nicht so ein großes Unterfangen! (Meinung des Verfassers; Richtigstellung: gefühlte 100 Stunden.)

Um überhaupt einmal zu wissen was es gibt, ging es am Mittwoch in das größte Kaufhaus von Las Palmas  - El Corte Ingles. Wie befürchtet: Auswahl zum Abwinken! Alles in allen Variationen und was das Herz begehrt. Am Abend hingen wir erschöpft an einer Flasche Whisky, die Ulli, der heute ankam, mitbrachte. Ideen kamen dabei raus wie bei einem 5 Sterne Hotel. (Anmerkung der Redaktion: Mal sehen wie sich das bei 3 Meter Welle umsetzen lässt.)

Voller Motivation ging es am Donnerstag dann mit dem PC zum Einkaufen, erstmal zum Frischemarkt. Constantin wurde gleich herzlich begrüßt, er hatte an dem gleichen Stand schon vor 3 Jahren eingekauft. Das machte die Logistik einfacher. Immerhin musste der Stand uns 160 Äpfel, 320 Frischeier, 20 Mangos etc. liefern - und alles in verschiedenen Reifestadien.

Dann ging es weiter zum El Corte Ingles. Wir waren nicht die einzige ARC Crew, die sich hier verproviantiert hat! Am Ende und mit einiger Unterstützung der sehr netten Verkäuferinnen verschwanden in 31 Kisten rund 200 verschiedene Artikel. Dazu kamen noch rund 700 l Wasser und ein paar Softdrinks ( Anmerkung der Redaktion: Unsere Männer schielten voller Abscheu auf die Nachbarcrew, die die gleiche Menge in Form von Alkohol einkaufte. Immerhin segeln wir eine Regatta)

Der Einkauf wurde am Freitag angeliefert, alles abgewaschen und verstaut. Man glaubt es kaum - wir fanden für alles Platz. Jetzt liegt die Charisma 10 cm tiefer im Wasser. Steffi erarbeitete eine Excel Liste für den Stauplan, damit wir die Sachen auch wiederfinden.

Nach getaner Arbeit ging es dann zum Sun-Downer und danach zur ARC-Abschiedsparty. Bei Wein und Tappas geniesen wir das Zusammensein mit "Unmengen" von Gleichgesinnten. Alle mit dem gleichen Ziel: St Lucia, wir kommen! Der Abschluss des Abends bildete ein von der ARC arrangiertes wunderschönes Feuerwerk.

>> Hier ein paar Impressionen der letzten Tage

 

 

ARC 2014 - VorbereitungswocheARC Vorbereitungswoche

Erster Arbeitseinsatz 16, November 2014
Schon vor dem Frühstück „mussten“ wir loslegen. Irgendwie waren wir alle trotz Sonntag zu nachtschlafender Zeit schon wach, nach einem kurzen Kaffee wurden wir mit dem Versprechen zum Arbeiten überredet,  später zum Frühstück in die Sailor Bar zu gehen.

Es gint ganz human los, wir überlegten wie unser Stauplan aussehen soll. Aber noch vor dem Frühstück wurde aus Spaß Ernst: Alles was die zwei starken Männer gestern rausgeschleppt hatten, musste wieder in der Achterkajüte verstaut werden.

Um einer Meuterei vorzubeugen gingen wir dann doch noch in der Sailor Bar frühstücken. Da mussten Peter und ich uns dann doch kneifen, blauer Himmel, über 20°C. Ist es wirklich November? Eigentlich hatten wir mehr Sommerurlaubsgefühle.

Aber dann ging es auch schon weiter: Vorschiff ausräumen, alles abspritzen und wieder einräumen. Peter und ich fragten uns hin und wieder wie viele Segel dieses Schiff eigentlich hat? Irgendwann habe ich mich verzählt, deshalb kann ich es noch nicht sagen. ☺

Toll war auch unsere - vom Skipper gegönnte - Mittagspause: Essen gab es nicht aber wir nahmen an der Flaggenparade teil. Olympia ist nichts dagegen: 2 Musikkapellen begleiteten einen Zug hunderter Leute, aus 29 Nationen. Manche Flaggen waren so selten, dass nicht mal der Flaggenträger genau wusste wo das Land liegt. Die meisten Segler in Crewuniform, wir natürlich mit unseren tollen Westen (Was sehr bei der Suche nach dem verlorenen Rest der Crew half).

Aber jetzt machen wir Schluss, und gehen zu unserem wohlverdienten Sundowner. Wir stoßen auf den Reste der Crew an, und freuen uns bis endlich alle an Bord sind.


 

Brandungswelle am Strand von NazaréNaturphänomen Nazaré

Der Törn SY Charisma von La Coruna nach Lissabon führte in einer Nachtfahrt rund um das Kap Finisterre entlang der Westküste der iberischen Halbinsel in südliche Richtung, in Etappen über Leixoes, Nazaré und Cascais. Die Eindrücke von Portugal in den ländlichen Gegenden wie in der Metropole Lissabon sind geprägt von Gegensätzen der Vergangenheit, dem Reichtum früherer Zeiten, der Diskrepanz zwischen arm und reich sowie den verschiedensten Kulturen.

Ein sehr eindrückliches Naturerlebnis konnten wir an der Küste von Nazaré beobachten. Während der Ansteuerung unter sternenklarem Himmel in ölglatter See nahmen wir dumpfe Brandungsgeräusche wahr. Am nächsten Tag schlenderten wir zum Strand, auf den sich aus einer kaum sichtbaren, jedoch permanent stattfindenden Grunddünung des Atlantischen Ozeans Wellen entwickeln, auftürmen und meterhoch, großvolumig und tonnenschwer an der Küste brechen.

Das Phänomen lässt sich mit einem Blick auf die Seekarte erklären: Die Unterwasser-Topographie besteht aus den sehr großen Tiefen des Atlantik, den Kontinentalschelf und unterschiedlichen, vergleichsweise flachen Wassertiefen in Küstennähe. Westlich von Nazaré frisst sich ein tiefer Unterwasser-Canyon bis dicht vor die Küste. Die Zufahrt zum Hafen war bei diesen Naturbedingungen ohne Wind sicher und gut zu bewältigen. Die Auswirkungen der Atlantikdünung auf die Küste sind beeindruckend und ergreifend.

 

SY Charisma Kurs GalizienSY Charisma in Galizien

Der Hochseetörn von Dublin bis nach La Coruna beschließt den bisherigen Abschnitt der Saison 2014. Alle Reisen waren durch eine sehr gute Atmosphäre an Bord sowie von einzigartigen Erlebnissen geprägt.

Die ambitionierten Törnziele haben die Crews inspiriert, motiviert und zusammengeführt. Die Natur hat vielfach gezeigt, dass nur das verständnisvolle Arrangement mit höheren Gewalten den mit Verantwortung geführten Segeltörn zum Gelingen führt. Den geplanten Törn Spitzbergen-Rund mussten wir nach 2008 zum zweiten Mal an der Westseite des Svalbard-Archipels  umdisponieren, der geplante Hochseetörn von Dublin nach Lissabon endete statt in Portugal in Galizien. Das umfassende Tief auf dem Nordatlantischen Ozean hat mit einem Frontensystem in seinem SE-Quadranten am Kap Finisterre und seinen angrenzenden Seegebieten zu stürmischen Wind aus S-SW geführt.

Es folgt eine Auszeit, die der Yachttechnik und den Törn-Dokumentationen gewidmet ist, bevor die SY Charisma über Lissabon zu den Kanarischen Inseln segeln wird.

 

SY Charisma Kurs DUblinAlesund - Dublin: Auf der Zielgeraden

Mit Verlassen von Port Ellen konnten wir süden Kurs einschlagen und haben es mit einem Tidenhub an die Nord-Ost-Küste Irlands geschafft. Vor Waterfoot liegen wir für die nächsten 6 Stunden vor Anker und warten auf das nächste Tidenintervall.

Die Wettertaktik begleitet uns auch auf der Zielgeraden. Die nächsten 24 Stunden müssen wir nutzen um vor dem Durchzug des nächsten Tiefs unser Törnziel Dublin zu erreichen.

 

SY Charisma in den HebridenAlesund - Dublin: Gezeitenstrom der Hebriden

Für die Passage durch den Caledonian Canal haben wir 2,5 Tage benötigt. Die letze Schleuse bei Fort William hat uns gestern Vormittag in die Inselwelt der Hebriden entlassen.

Nun gibt die Gezeit wieder die Zeit vor. Mit dem Strom passieren wir Loch Linnhe. Solange der Südwind noch schwach ist, machen wir unter Motor weiter Strecke nach Süden. Der Gegenstrom holt uns ein und wir kommen nur noch mit 0,8 kn Fahrt über Grund voran.

Sechs Stunden später rauschen wir wieder mit 9 kn Fahr Port Ellen entgegen, wo wir heute in den frühen Morgenstunden festmachen. Mit dem nächsten Hochwasser laufen wir wieder aus und nehemen den Tidenhub gen Süden mit.

 

Kurs der SY Charisma von Wick nAch InvernessAlesund - Dublin: Schwerwetter im Moray Firth

Die 70 sm von Wick nach Inverness hatten es in sich. Bei hackiger See und Wind von vorn haben wir uns gestern durch den Moray Firth gearbeitet. Nach einer stürmischen Nacht in Cormatry hieß es heute früh Anker auf.

Mit auflaufend Wasser haben wir die Barre (2,1 m bei Niedrigwasser) vor der Kessock Bridge passiert. Bei Nippzeit haben wir besonder starken Strom, der die See vor dem Eingang des Caledonian Canals zum kochen bringt. Erstaunlich gut können wir die "Tidal Rips" durchsteuern. Mittlerweils hat der Wind weiter zugelegt und es stehen 40 kn Wind auf der Uhr, als wir zur Mittagszeit vor der ersten Schleuse des Kanals festmachen.

Nachdem die Schleuse passiert ist, machen wir Schluss für heute. Wir sind froh, im schützenden Hafen zu liegen, während der stürmische Wind in den Wanten orgelt.

Das Wetterbild der Grib-Daten ist eindrücklich und visualisiert warum die Variante Caledonian Canal die einzig richtige Entscheidung war.

 
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Lust auf Segeln? Kommen Sie an Bord unserer Nautor's Swan und segeln Sie unter der fachlichen Anleitung von Profi-Skipper Constantin Claviez.
Segelreviere: Nordsee, Ostsee, Englischer Kanal, Atlantik, Keltische See, Irminger See, Nordmeer, Karibik und Ostküste USA.
Unser besonderes Highlight: Schwerwettertraining auf der Nordsee.