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News von Bord - Segeln auf einer Nautor's Swan | charisma4sea

Karibik-Feeling

Adieu Karibik . . .

Nach Einbruch der Dunkelheit haben wir gestern mit der Old Bahama Bay den westlichsten Außenposten der Karibik erreicht. Dank der karibikschen Beleuchtungsphilosophie (Positionslichter an den Molenköpfen, danach völlige Finsternis) haben wir seit langem mal wieder unseren Suchscheinwerfer zum Einsatz gebracht. Standesgemäß machen wir hinter einer Swan 57 S&S am Kopfsteg der Marina fest. In unserem Kielwasser der letzten drei Wochen liegen 18 Längengrade gen Westen. Bis an die Küste Floridas sind es jetzt nur noch 70 sm.

Während sich nördlich von Cape Hatteras in den nächsten Tagen ein Sturmtief zusammenbraut, liegt zwischen den Bahamas und Florida ein Hochdruckgebiet. Dies bringt für die nächsten Tage leichten Wind aus Süd-Ost.

Bei dieser Wettervorhersage genießen wir einen letzten perfekten Karbiktag am Strand der Old Bahama Bay, bevor wir gen Amerika ablegen.

Bis Brunswick, Georgia liegen knapp 300 sm und der Golfstrom vor uns. Unsere Ankunft haben wir bei der U.S. Coast Guard auf Freitag avisiert.

Adieu Karibik, Amerika wir kommen . . .

 

B.V.I. und Dominikanische Republik

B.V.I. - Dominikanische Republik - Nassau

Bis Nassau liegen knapp 1.000 Seemeilen vor uns. Wir starten mit einem Segeltraining einschließlich Boje-über-Bord Manöver rund um Tortola und laufen am frühen Nachmittag mit Jost van Dyke die nördlichste Insel der B.V.I. an.  Im Reiseführer ist zu lesen „Jost van Dyke is truly the "barefoot" island known by travelers around the world for its casual and relaxed lifestyle.“

Stimmt! Dem Barmann muss man schon hartnäckig auf die Pelle rücken, damit er seine Siesta unterbricht und einen seiner berüchtigten „Painkiller“ in die Gläser füllt. Die Dame im Informationshäuschen an der Pier schließt bereits 30 Minuten nach Dienstbeginn schon wieder ihren Tresen als eine Gruppe von Mega-Yacht-Touristen anlandet. Von einem schattigen Plätzchen auf der gegenüberliegenden Terrasse beobachtet sie telefonierend, wie ihre Kundschaft vor verschlossenen Türen steht und unverrichteter Dinge wieder abzieht.

Ganz anders in der Dominikanischen Republik, die wir nach zwei traumhaften Nachtfahrten  erreichen. Kaum haben wir unsere Festmacher durch die Mooring-Kausch gezogen, kommt bereits ein mit vier Mann besetztes Wassertaxi längsseits. Die Herren stellen sich als zwei Navy-Officers (einer in zivil, einer in Uniform), ein Tourist-Guide (in gleichzeitiger Funktion des Übersetzers) und ein privater Wasser-Taxi-Fahrer vor. Nach kurzem Smalltalk kommen sie an Bord und eröffnen die Einklarierungszeremonie. Nachdem die ersten Daten ausgetauscht sind, werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass es uns freisteht der Navy für ihre Dienste ein Trinkgeld zu geben. Das lassen wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen. Prompt bekommt der Käpten ein „Lift“ an Land um die restlichen Formalitäten zu regeln.

Ob beim Zoll, der Einwanderungsbehörde oder dem Harbour-Office – es stellt sich als hilfreich heraus 10 Dollar-Scheine parat zu haben, um den Prozess am laufen zu halten. Nach knapp einer Stunde ist es geschafft - wir sind offiziell einklariert und haben gleich noch einen Tagestour gebucht. Obendrein machen die Dienste des Wassertaxis das Aufblasen unserer Dinghis obsolet. Full Service aus einer Hand – wir praktisch!

Mit zwei Tuk-Tuks (motorisierte Rikschas) werden wir über die Halbinsel Samana gefahren und bekommen einen tollen Eindruck vom ländlichen Leben der Insel. Besonders auffällig ist die hohe Bank-Abdeckung in dieser Region. Sobald mehr als 10 Häuser beisammen stehen, gibt es auch eine Art Kiosk, der als Bank fungiert. Der Geldsektor scheint nicht nur bei den Behörden zu florieren.

Nach Erreichen einer kleinen Hazienda steigen wir auf’s Pferd um und werden von plietschen Jungs zu einem Wasserfall in den Bergen geleitet. Fotoshooting vor Wasserfontänen und tropischen Gewächsen inklusive.
Auf dem Heimweg nach St. Barbara machen wir noch auf dem Fruit-Market und dem Supermarkt halt. Nach 27.000 Seemeilen die ausgewöhnlichsten Einkaufsstätten für den Smutje! Die Crew freut sich bei der nächsten Seeetappe zu den Bahamas über frische Annanas, Papaya und echtes Presidente Bier.

 

Segeln in den Leeward Islands

Leeward Islands

Die Leeward Islands machen ihrem Ruf alle Ehre. Durch Ihre Lage im nördlichen Passatgürtel weht stets eine frische Passat-Brise zwischen 4-5 Bft. und die Temperaturen liegen zwischen 25 – 30 C°. Es sind optimale Segelbedingungen, die wir für Tagesschläge zwischen den Inseln nutzen. Segelfreude pur - blauer Himmel, Sonnenschein, auf den Seestücken  zwischen den Inseln sportliches Segeln und in der Landabdeckung cruisen wir entlang den Wind abgewandten Küsten von Martinique, Dominica, Guadeloupe, Montserrat, Nevis und St. Kitts.

Hier und da begleiten uns Delphine. Einmal lässt sich sogar eine Wasserschildkröte blicken, für uns Nordlichter ein sehr selten gesehener Meeresbewohner!

Von Nevis erreichen wir nach einer Nachtfahrt mit Virgin Gorda die British Virgin Islands (B.V.I.). Zum Abschluss unseres Törn bietet die Nanny Cay Marina auf Tortola nochmals echtes Karibik-Feeling: Türkisfarbenes Wasser, weiße Strände und Palmen.

 

Saisonauftakt 2015

Saisonauftakt 2015

Hamburger Yachthafen, Wedel
Der sonst so betriebsame Hafen vor den Toren Hamburgs liegt noch im Winterschlaf. Einsam ragt ein Wald von Pollern aus dem trüb grauen Wasser - Lufttemperatur 5°C.

Die Schwimmstege sind „hochgeklapppt“. Allein am Steg der Yachtwerft Wegner liegen zwei Yachten. Eine davon ist die SY Dantés, die von Eigner Torsten Grotjahn und Skipper Michael Orgzey für die Schwerwettertrainings vorbereitet wird. Mit vollem Erfolg - die Crews der ersten drei Trainings sind voll des Lobes bzgl. Skipper und Yacht:

„Unsere Erwartungen waren hoch, eher sehr hoch. Und was sollen wir sagen: sie wurden nicht nur erfüllt, sie wurden übertroffen. Das Schiff war ein Traum, die Ausrüstung an Bord, von der Technik bis zur Verpflegung – alles top. Aber das absolute Highlight war unser Skipper Michael. Wir haben bisher niemanden getroffen, der nicht nur derart viel Wissen und Erfahrungen besitzt, sondern auch noch in der Lage ist, dies so kurz und anschaulich zu vermitteln.  Und das jederzeit in aller Ruhe, scheinbar völlig relaxed.“ (Jürgen & Andrea M.)

„Wir hatten eine tolle Woche! Das Wetter war nicht gar so schwer, trotzdem hatten wir viel Gelegenheit alle Aspekte des Segelns zu trainieren! Es war alles - bis hin zur Lebensmittelgrundausstattung - bestens vorbereitet. Wir trafen auf eine fein ausgestattete Yacht, die uns alle gewünschten Möglichkeiten bot. Ganz besonders hervorheben möchte ich unseren sympathischen und kompetenten Skipper Michael, der nicht nur ein Könner seines Faches ist, sondern auch sein Wissen auf nette Art gut vermitteln kann!“ (Steffen H.)

Rodney Bay Marina, St. Lucia
Nach einer sportlichen Überfahrt bei 30 kn am Wind von Martinique nach St. Lucia hängt die SY Charisma Punkt 14 Uhr Ortszeit - wie von General Manager avisiert - im Portalkran der IGY Shipyard. Lufttemperatur 27°C im Schatten.

Nach über knapp 12 Monaten im Wasser und über 12.000 Seemeilen in der Saison 2014 bekommt die Nautor’s Swan 441 ein neuen Unterwasseranstrich. Und weil sie so schön ist auch noch ein Polish der Außenhaut und der Edelstahlteile an Deck. Während auf er Werft fleißig gearbeitet wird, genießt die Stammbestatzung ein paar freie Tage unter Palmen in der Marigot Bay. Nach einer Woche ist die SY Charisma wieder in ihrem Element und warten in Cul de Sac Marin, Martinique auf die erste Crew.




 

ARC 2014 - Happy Landing

ARC - Charisma finished

Die SY Charisma hat am 12. Dezember 2014 die Ziellinie in der Rodeny Bay vor St. Lucia überquert. Hinter Schiff und Crew liegen 2.800 sm auf dem Atlanitk, die sie in 18 Tagen und 14 Minuten bewältigt haben.

Herzlichen Glückwunsch an Skipper und Crew zur erfolgreichen Atlanitküberquerung!

>> Bildergalerie der ARC 2014

 

ARC 2014 - Land in SIcht

ARC - Land in Sicht

Die SY Charisma steuert nach der letzten Nachtfahrt der ARC 2014 der Karibik entgegen. Die Lichter von Pigeon Island sind seit geraumer Zeit Backbord voraus zusehen und in Kürze wir die Sonne über St. Lucia aufgehen. Nach 18 Tagen und 2.800 sm auf dem Atlantik ausschließlich unter Segeln, freuen wir uns auf den Landfall. Wir danken allen, die uns in den letzen zwei Wochen von zu Hause verfolgt und begleitet haben. Eure mentale Unterstützung hat uns bei allen unserern Erlebnissen auf dem Atlantik begleitet. Herzliche Grüße von der gesamten Charisma-Crew.

 

ARC 2014 - Noch 300 Meilen

ARC - Noch 300 Seemeilen

Wir sind weiter auf gutem Weg gen St. Lucia und knacken heute die restlichen 300 sm. Die letzte Nacht war trotz aufgehendem Mond und sternenklarem Himmel anfangs sehr dunkel. Dennoch konnten wir den Spi lange am Optimum segeln. Mit dem Mondlicht kam dann irgendwann eine große Schauerwolke die es ratsam erschienen ließ den Spi zu bergen. Seitem segeln wir wieder unter unserer Standard-Passatbesegelung der Karibik entgegen.

ETA Rodney Bay: Freitag 12. Dezember

 

ARC - Lenzen vor Topp und Takel

Das angekündigte Seegewitter hatte es in sich. Gemäß den aktuellsten Grib-Daten und unseren Wetterbeobachtungen hatte es zunächst den Anschein, dass wir bereits auf der Rückseite der Gewitterzelle waren. Um 00 UTC löste ich in unserem bewehrten Wachzyklus Gerd mit seiner Wache ab, ab 02.00 UTC waren Ulli und Steffi im Cockpit. Das Großsegel hatten wir für die Nacht ins erste Reff gebunden, die Genua auf Backbord ausgebaumt. Die Böen nahmen bei mäßigem Süd-Ost-Passat zu und es wurde aufwändiger zu steuern. Trotz Vollmond war der Himmel nur eine tiefgraue Wolkenschicht. Die schwarze See veränderte sich im Seegang, wurde bockig und ruppig. Die Charisma tanzte auf den Wellen, dann nahm der Wind zügig auf stürmischen Starkwind zu und wechselte die Richtung. Ich kam in pechschwarzer Nacht zunächst nicht vom Steuer weg, musste dem Wind nachsegeln damit die Segel nicht back standen.

Bei diesen Verhältnissen war es am besten, dass ich Ulli das Steuer übergab und er zuverlässig den Kurs hielt, während Steffi im Cockpit blieb. Es schüttete wie aus Kübeln und nur mit einem minimalen Restlich waren Konturen zu erkennen. Ich nahm das Großfall von der Winsch am Niedergang und das Großsegel sackte soweit es vor dem Wind ging, am Rigg tiefer. Die Genua rollte ich mit gefierten Schoten ein. Der nächste Gang über das Steckschott und Schiebeluk in die Navigation die Decksbeleuchtung eingeschaltet, raus zum Mast das Großsegel gegen den Winddruck runtergezogen (an einen Auffschießer war bei dem Seegang nicht zu denken.) Mit Lösen des Bullenstander holte Steffi die Großschot dicht und ich tuchte das Großsegel Bahn für Bahn auf. Wir lenzten von Topp und Takel und pickten uns an der Steuersäule ein.

Das beeindruckende Szenario des "ausgeliefert seins" auf dem Ozean intensivierte sich mit Blitzen und Donnern des Seegewitters. Nach vergleichbaren Erlebnissen auf dem westlichen Atlantik zwischen den Bahamas und den USA 2003 und 2012 war es nun zum dritten mal soweit die Wache zur restlichen Crew in den Salon zu empfehlen. Ich arretierte das Steuerrad und überlies die Yacht sich selbst auf hoher See. Wir wetterten den Durchzug des Gewitters im geschützten Refugium der Charisma ab.

Um 04:00 UTC war der Spuk vorbei und Andi hatte mit seinen Wachpartneren Steffi und Sobollski die undankbare Aufgabe den indifferenten Wind hinter der Gewitterzelle einzufangen. Seit 06:00 UTC hat sich frischer Südwind durchgesetzt und wir sind wieder auf gutem Kurs gen St. Lucia.

An Bord sind alle wohl auf und es gibt keinerlei Schäden. Die Crew der Charisma grüßt herzlich in die Heimat.

 

ARC 2014 - Geburtstagsgrüße

ARC - Geburtstagsgrüße

Wohin auch das Auge blicket, Meer und Wellen nur ringsum,
Handylärm uns nicht erbittert, alle sind ja aus und stumm.

Wir fahren mit dem Besten, geradewegs nach Westen - übers Meer

Auf und nieder gehen die Wellen, der Boden der steht niemlas still,
aufrecht gehen ist nicht möglich wenn man überleben will.

Vorwärts vorwärts - keiner sehnet sich nach Eltern, Weib und Kind,
alle sind nur froh und glücklich weil wir hier zusammen sind.

Hier auf diesem großen Meer ist das Boot gut aufgestellt,
tauschen wollen wir mit niemand, nicht für alles Geld der Welt.

Mit dem Essen wird es schwierig, Gabeln gibt's genug nicht mehr,
Gerd hat mit der Pützes Inhalt fünf versenkt im tiefen Meer.

Doch für uns gibt es kein Klagen, ewig kann die Fahrt nicht sein,
einmal werden froh wir sagen - Karibik du bist endlich mein.

Dann fahren wir mit dem Besten nicht mehr nur nach Westen - übers Meer.

Das stimmt für heute nicht lieber Mirko, wir denken an dich:

Alles Gute zum Geburtstag, deine Eltern

 

ARC 2014 - Passatstoerung

ARC - Passatstörung

Hinter uns liegt eine arbeitsreiche Nacht, die mit grandiosem Segeln unter 180 qm Spinnaker mit Vollmond und Passatbewölkung begann. Im weiteren Verlauf holten uns Wolkenfelder ein, deren wechselhaften Windverhältnisse wir bei Regen sauber aussegelten. Die Charisma schoss pfeilschnell durch den Atlantik bei Winddrehern bis zu 50°.

Mit Erfahung, Gefühl und Intuition hielten wir unsere Swan im optimalen Anstellwinkel zum Wind. Als uns dann allerdings die regengetränkten Wolken-Störfelder erreichten und wir unter Spi nur noch im Kreis segelten, holten wir das Tuch ein. Die Situation war nicht mehr segelbar und wir dümpelten im Atlantik auf der Suche nach verwertbaren Windfeldern.

Nachdem wir die Yacht bei schwach umlaufender Brise wiederholt mit schlagenden Segeln durch den Wind gebracht hatten setzte sich der Passat wieder durch. Die Passatstörungen bleiben uns indes erhalten und fordern Geduld, Umsicht und gute Seemannschaft. Der Motor wird bis zur Ziellinie nicht angemacht - wenn derzeit auch langsmaer kommen wir der Karibik kontinuierlich näher.

 
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Lust auf Segeln? Kommen Sie an Bord unserer Nautor's Swan und segeln Sie unter der fachlichen Anleitung von Profi-Skipper Constantin Claviez.
Segelreviere: Nordsee, Ostsee, Englischer Kanal, Atlantik, Keltische See, Irminger See, Nordmeer, Karibik und Ostküste USA.
Unser besonderes Highlight: Schwerwettertraining auf der Nordsee.