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News von Bord - Segeln auf einer Nautor's Swan | charisma4sea

New York

New York, New York

Seit Nassau liegen knapp 1.200 sm hinter uns, als wir an Sandy Hook vorbei in die Lower Bay einbiegen.

Schon seit Stunden zeichnet sich die Skyline von Manhatten am Horizont ab. Nur unter Genua ziehen wir außerhalb des Tonnenstrichs der Verrazona Bridge entgegen. Der Strom puscht die Charisma auf den letzten Metern ihrem Ziel entgegen. Wir machen bis zu 8 kn Fahrt durchs Wasser. Als das Fahrwasser gen Norden abbiegt rollen wir die Genua ein und fahren unter Motor weiter.

Hinter der Brücke sieht man immer wieder orangene Rechtecke von rechts nach links flitzen. Mit dem Näherkommen entpuppen sie sich als Staten Island Fähren, die mit einer enormen Geschwindigkeit in kurzen Intervallen den Hudson River queren. Wir dagegen schalten einen Gang zurück, lassen die Kulisse auf uns wirken und im Angesicht der Freiheitsstatute den ersten Sektkorken knallen.

Die Abendsonne spiegelt sich in den Fassaden der Wolkenkratzer und taucht die Skyline von Manhatten in warmes Licht. Die Szenerie ist ganz friedlich. Ein klassischer Zweimaster kreuzt vor uns unter Seglen und macht das Bild perfekt.

Wie müssen sich die Auswanderer gefühlt haben, als sie nach einer langen Atlantiküberquerung in dieser neuen Welt angekommen sind? Wir lassen Ellis Island, bis 1954 die zentrale Einwanderungsstelle der USA, Backbord liegen und biegen in die Liberty Landing Marina ein.

Am Steg knallt der zweite Sektkorken und wir lassen im Angesicht der Wolkenkratzer das Erlebte nochmals Revue passieren. Alle sind sich einig - das Einlaufen in New York ist die Krönung und eines der schönsten und emotionalsten Erlebnisse, das in keinem Seglerleben fehlen sollte.

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Cape Canaveral

Entlang der Ostküste USA ...

Nach Cape Canaveral laufen wir auf unserer Route entlang der Ostküste die Häfen St. Mary’s (Georgia), Morehead City (North Carolina), Norfolk (Virginia) und Ocean City (Maryland) an.

Jeder der Orte hat seinen ganz eigenen Willkommensgruß.


St. Mary’s
- Georgia
Das idyllische Städtchen ist der westlichste Punkt, den die SY Charisma je angelaufen hat. Es hält einen stürmischen Empfang für uns bereit.

Nach einer zweistündigen Flussfahrt bei Sonnenschein und leichter Brise entlädt sich keine 10 Minuten vor unserem Anlegemanöver eine Gewitterwolke, die Ihresgleichen sucht. Aus dem Nichts kommen Sturmböen bis zu 50 kn auf uns niedergeschossen, strömender Regen prasselt uns waagerecht ins Gesicht und das Wasser des beschaulichen Naturhafens brodelt und schäumt wie in einem Kochtopf. Mit Mühe hält Constantin die Yacht dank seiner großen Erfahrung auf engstem Manövrierraum unter Kontrolle. Am Außensteg der Hafenanlage reißt sich eine Yacht los, nachdem sich die nicht richtig gesicherte Genua entrollt und eine Kettenreaktion auslöst.
In einer kurzen Verschnaufpause des Windes nutzten wir den so frei gewordenen Liegeplatz für einen Anlegeversuch. Mittlerweile haben sich einige einheimische Segler in Ölzeug und Schwimmweste auf dem Steg versammelt. Stumm beobachten sie unser Anlegemanöver und sind im richtigen Moment mit einer helfenden Hand zur Stelle. Kaum haben wir die Charisma fest vertäut ist der Spuk vorbei. Die ersten Sonnenstrahlen blinzeln schon wieder vom Himmel, als wir uns bei unseren Helfern mit einer Stegrunde Bier bedanken. Auf unserer Frage, ob es hier solche Wetterphänomene öfter gibt ist die Antwort: „Never before we had had a storm like this.“ Da hatten wir ja dann quasi einen Sechser im Lotto!


Morehead City
- North Carolina
Nach zwei ruhigen Nachtfahrten herrscht bei der Ansteuerung von Moorhead City Wind gegen Strom. Fair winds and following seas - der Abschiedsgruß unserer Helfer aus St. Mary's klingt uns noch in den Ohren. Im betonnten Fahrwasser bauts sich eine Hecksee auf, die die Charisma auf schäumenden Wogen tanzen lässt. In der Abdeckung einer vorgelagerten Landzunge beruhigt sich die See schnell wieder. Der Wind pfeift uns jedoch weiter stürmisch um die Ohren, als wir die Festmacher klar machen und nach einem Liegeplatz Ausschau halten. Aufgrund unseres Tiefgangs kommt nur der Schwimmsteg der Tankstelle in Frage. Vom Hafenmeister und seiner Crew werden wir dort bereits erwartet und sehr nett und hilfsbereit empfangen. Mittlerweile steht im Hafenbecken ein kurze und steile Welle. Wir genießen unseren Anleger sitzend auf dem Steg im Windschatten der Charisma.


Norfolk - Virginia

Die nächtliche Ansteuerung des größten US Marine-Stützpunktes hat auch seinen Reiz! Mittlerweile haben wir die Wetterscheide Cape Hatteras gerundet und passieren mit Einbruch der Dunkelheit den Eingang der Chesapeake Bay. Bei einer Lufttemperatur von 5 C° und Nieselregen stehen Ölzeug und Handschuhe hoch im Kurs. Ein befeuertes und endlos erscheinendes Fahrwasser führt uns auf dem Elizabeth River entlang skurril beleuchteter Objekte ins Herzen von Norfolk. Bei Tageslicht entpuppen sich die meisten der nächtlichen Leuchtobjekte als Kriegsschiffe, die in Trockendocks überholt werden oder in abgesperrten Hafenbecken auf ihren nächsten Einsatz warten. Auch das ist Amerika!


Ocean City, Maryland

Hier sind wir die einzige ausländische Yacht im Hafen. Kein Wunder – welcher Fremde umschifft schon gerne unbetonnte Flachs vor einer Hafeneinfahrt. Mit einem entsprechenden Raunen und dem überraschten Ausruf „German flag!“ werden wir von den lokalen Fischern an der Pier honoriert. Die Waterfront mit ihren endlosen Hochhauszeilen und Vergnügungsparks liegt noch im Winterschlaf. Gut für uns, wir genießen das ursprüngliche Flair des einfachen Fischerhafens.

Vor uns liegt nur noch eine letzten Nachtfahrt bis New York ...

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Cape Canaveral

Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Meistens kommt es anders als man denkt. Aufgrund der sich schnell ändernden Wetterlage entscheiden wir uns mit dem Ablegen von Grand Bahama Island nur eine Nachtfahrt Richtung USA zu machen, um bei dem, für in 24 Stunden angekündigten Nordwind nicht gegen an zu müssen.

Unter Spinnaker gleiten wir mir bei leichtester Backstagsbrise Richtung NN-W dem Golfstrom entgegen. Die Sonne sticht unerbittlich. Das Teakdeck „brennt“, barfuß laufen ist nicht mehr angesagt. Wer nicht gerade am Ruder steht sucht Abkühlung im minimalen Schatten des Mastes oder gönnt sich eine Siesta unter Deck. Mit Erreichen des Golfstroms wird es nochmals heißer und der Wind schläft ganz ein. Wir bergen den Spi und gehen unter Motor durch die Nacht. Die aufgeheizten Luftmassen entladen sich. Am Horizont sind sogenannte Lightnings zu sehen. Wir zählen 120 Sekunden zwischen Blitz und Donner.

Der Strom puscht uns mit bis zu 3 Knoten unserem neuen Etappenziel Cape Canaveral entgegen. Wir hätten uns keinen besseren Port of Entry in die USA aussuchen können. Der Weltraumbahnhof verkörpert Amerika at it’s best.

Wir nehmen uns einen ganzen Tag Zeit, um das Kennedy Space Center zu erkunden.

Wo kann man schon mit Apollo 11 auf dem Mond fliegen, den Ingenieuren des Spaceshuttels über die Schulter schauen oder durch das Auge des Weltraumteleskops Hubble in fremde Galaxien blicken.

Willkommen in Amerika!

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Karibik-Feeling

Adieu Karibik . . .

Nach Einbruch der Dunkelheit haben wir gestern mit der Old Bahama Bay den westlichsten Außenposten der Karibik erreicht. Dank der karibikschen Beleuchtungsphilosophie (Positionslichter an den Molenköpfen, danach völlige Finsternis) haben wir seit langem mal wieder unseren Suchscheinwerfer zum Einsatz gebracht. Standesgemäß machen wir hinter einer Swan 57 S&S am Kopfsteg der Marina fest. In unserem Kielwasser der letzten drei Wochen liegen 18 Längengrade gen Westen. Bis an die Küste Floridas sind es jetzt nur noch 70 sm.

Während sich nördlich von Cape Hatteras in den nächsten Tagen ein Sturmtief zusammenbraut, liegt zwischen den Bahamas und Florida ein Hochdruckgebiet. Dies bringt für die nächsten Tage leichten Wind aus Süd-Ost.

Bei dieser Wettervorhersage genießen wir einen letzten perfekten Karbiktag am Strand der Old Bahama Bay, bevor wir gen Amerika ablegen.

Bis Brunswick, Georgia liegen knapp 300 sm und der Golfstrom vor uns. Unsere Ankunft haben wir bei der U.S. Coast Guard auf Freitag avisiert.

Adieu Karibik, Amerika wir kommen ...

 

B.V.I. und Dominikanische Republik

B.V.I. - Dominikanische Republik - Nassau

Bis Nassau liegen knapp 1.000 Seemeilen vor uns. Wir starten mit einem Segeltraining einschließlich Boje-über-Bord Manöver rund um Tortola und laufen am frühen Nachmittag mit Jost van Dyke die nördlichste Insel der B.V.I. an. Im Reiseführer ist zu lesen „Jost van Dyke is truly the "barefoot" island known by travelers around the world for its casual and relaxed lifestyle.“

Stimmt! Dem Barmann muss man schon hartnäckig auf die Pelle rücken, damit er seine Siesta unterbricht und einen seiner berüchtigten „Painkiller“ in die Gläser füllt. Die Dame im Informationshäuschen an der Pier schließt bereits 30 Minuten nach Dienstbeginn wieder ihren Tresen, als sie eine Gruppe von Mega-Yacht-Touristen anlanden sieht. Von einem schattigen Plätzchen auf der gegenüberliegenden Terrasse beobachtet sie telefonierend, wie ihre Kundschaft vor verschlossenen Türen steht und unverrichteter Dinge wieder abzieht.

Ganz anders in der Dominikanischen Republik, die wir nach zwei traumhaften Nachtfahrten erreichen. Kaum haben wir unsere Festmacher durch die Mooring-Kausch gezogen, kommt bereits ein mit vier Mann besetztes Wassertaxi längsseits. Die Herren stellen sich als zwei Navy-Officer (einer in zivil, einer in Uniform), ein Tourist-Guide (in gleichzeitiger Funktion des Übersetzers) und ein privater Wasser-Taxi-Fahrer vor. Nach kurzem Smalltalk kommen sie an Bord und eröffnen die Einklarierungszeremonie. Nachdem die ersten Daten ausgetauscht sind werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass es uns freisteht der Navy für ihre Dienste ein Trinkgeld zu geben. Das lassen wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen. Prompt bekommt der Käpten ein „Lift“ an Land um die restlichen Formalitäten zu regeln.

Ob beim Zoll, der Einwanderungsbehörde oder dem Harbour-Office – es stellt sich als hilfreich heraus 10 Dollar-Scheine parat zu haben, um den Prozess am laufen zu halten. Nach knapp einer Stunde ist es geschafft - wir sind offiziell einklariert und haben gleich noch einen Tagestour gebucht. Obendrein machen die Dienste des Wassertaxis das Aufblasen unserer Dinghis obsolet. Full Service aus einer Hand – wir praktisch!

Mit zwei Tuk-Tuks (motorisierte Rikschas) werden wir über die Halbinsel Samana gefahren und bekommen einen tollen Eindruck vom ländlichen Leben der Insel. Besonders auffällig ist die hohe Bank-Abdeckung in dieser Region. Sobald mehr als 10 Häuser beisammen stehen, gibt es auch eine Art Kiosk, der als Bank fungiert. Der Geldsektor scheint nicht nur bei den Behörden zu florieren.

Nach Erreichen einer kleinen Hazienda steigen wir auf’s Pferd um und werden von plietschen Jungs zu einem Wasserfall in den Bergen geleitet. Fotoshooting vor Wasserfontänen und tropischen Gewächsen inklusive.


Auf dem Heimweg nach St. Barbara machen wir noch auf dem Fruit-Market und dem Supermarkt halt. Nach 27.000 Seemeilen die ausgewöhnlichsten Einkaufsstätten für den Smutje! Die Crew freut sich bei der nächsten Seeetappe zu den Bahamas über frische Annanas, Papaya und echtes Presidente Bier.

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Segeln in den Leeward Islands

Leeward Islands - Karibik pur!

Die Leeward Islands machen ihrem Ruf alle Ehre. Durch ihre Lage im nördlichen Passatgürtel weht stets eine frische Passat-Brise zwischen 4-5 Bft. und die Temperaturen liegen zwischen 25 – 30 C°. Es sind optimale Segelbedingungen, die wir für Tagesschläge zwischen den Inseln nutzen. Segelfreude pur - blauer Himmel und Sonnenschein. Auf den Seestücken zwischen den Inseln ist sportliches Segeln angesagt,  in der Landabdeckung von Martinique, Dominica, Guadeloupe, Montserrat, Nevis und St. Kitts cruisen wir entlang den Wind abgewandten Küsten.

Hier und da begleiten uns Delphine. Einmal lässt sich sogar eine Wasserschildkröte blicken, für uns Nordlichter ein sehr seltener Meeresbewohner!

Von Nevis erreichen wir nach einer Nachtfahrt die British Virgin Islands (B.V.I.). Zum Abschluss unseres Törn bietet die Nanny Cay Marina auf Tortola nochmals echtes Karibik-Feeling: Türkisfarbenes Wasser, weiße Strände und Palmen.

 

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Saisonauftakt 2015

Saisonauftakt 2015

Hamburger Yachthafen, Wedel
Der sonst so betriebsame Hafen vor den Toren Hamburgs liegt noch im Winterschlaf. Einsam ragt ein Wald von Pollern aus dem trüb grauen Wasser - Lufttemperatur 5°C.

Die Schwimmstege sind „hochgeklapppt“. Allein am Steg der Yachtwerft Wegner liegen zwei Yachten. Eine davon ist die SY Dantés, die von Eigner Torsten Grotjahn und Skipper Michael Orgzey für die Schwerwettertrainings vorbereitet wird. Mit vollem Erfolg - die Crews der ersten drei Trainings sind voll des Lobes bzgl. Skipper und Yacht:

„Unsere Erwartungen waren hoch, eher sehr hoch. Und was sollen wir sagen: sie wurden nicht nur erfüllt, sie wurden übertroffen. Das Schiff war ein Traum, die Ausrüstung an Bord, von der Technik bis zur Verpflegung – alles top. Aber das absolute Highlight war unser Skipper Michael. Wir haben bisher niemanden getroffen, der nicht nur derart viel Wissen und Erfahrungen besitzt, sondern auch noch in der Lage ist, dies so kurz und anschaulich zu vermitteln.  Und das jederzeit in aller Ruhe, scheinbar völlig relaxed.“ (Jürgen & Andrea M.)

„Wir hatten eine tolle Woche! Das Wetter war nicht gar so schwer, trotzdem hatten wir viel Gelegenheit alle Aspekte des Segelns zu trainieren! Es war alles - bis hin zur Lebensmittelgrundausstattung - bestens vorbereitet. Wir trafen auf eine fein ausgestattete Yacht, die uns alle gewünschten Möglichkeiten bot. Ganz besonders hervorheben möchte ich unseren sympathischen und kompetenten Skipper Michael, der nicht nur ein Könner seines Faches ist, sondern auch sein Wissen auf nette Art gut vermitteln kann!“ (Steffen H.)

Rodney Bay Marina, St. Lucia
Nach einer sportlichen Überfahrt bei 30 kn am Wind von Martinique nach St. Lucia hängt die SY Charisma Punkt 14 Uhr Ortszeit m Portalkran der IGY Shipyard. Lufttemperatur 27°C im Schatten.

Nach über knapp 12 Monaten im Wasser und über 12.000 Seemeilen in der Saison 2014 bekommt die Nautor’s Swan 441 einen neuen Unterwasseranstrich. Und weil sie so schön ist auch noch ein Polish der Außenhaut und der Edelstahlteile an Deck. Während auf der Werft fleißig gearbeitet wird, genießt die Stammbestatzung ein paar freie Tage unter Palmen in der Marigot Bay. Nach einer Woche ist die SY Charisma wieder in ihrem Element und wartet in Cul de Sac Marin, Martinique auf die erste Crew.




 

Lust auf Segeln? Kommen Sie an Bord unserer Nautor's Swan und segeln Sie unter der fachlichen Anleitung von Profi-Skipper Constantin Claviez.
Segelreviere: Nordsee, Ostsee, Englischer Kanal, Atlantik, Keltische See, Irminger See, Nordmeer, Karibik und Ostküste USA.
Unser besonderes Highlight: Schwerwettertraining auf der Nordsee.