Auszug aus 'Claviez - Seemännisches Wörterbuch' Wolfram Claviez (1920-1996) Relative Geschwindigkeit: Die aus der Wasserlinienlänge eines Verdrängungsbootes und der natürlichen Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Wellen sich ergebende Beziehung, welche die für ein Boot erreichbare Geschwindigkeit zu errechnen gestattet. Da ein mit relativ hoher Fahrt laufendes Boot mit ausgeprägter Bug- und Heckwelle gerade eine Welle von etwa der Länge der Wasserlinie des Bootes erzeugt, kann dessen Geschwindigkeit kaum größer werden als die natürliche Wellengeschwindigkeit, also:
v(meter/sec) = 1,25 x &Mac195; L(meter)
................................................................... Beispiel der Redaktion anhand der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit der SY Charisma: L(LWL) = 11,20 m 1,25 m/s = 2,43 kn v(kn) = 2,43 x &Mac195; L 2,43 x &Mac195; 11,20 m (L) = 8,13 kn ...................................................................
Dieser Wert kann (auch durch Einflüsse wie mitlaufender See) kaum überschritten werden. Das Streben des Konstrukteurs nach einer möglichst großen effektiven Wasserlinienlänge liegt auf der Hand. Das sich aus der jeweiligen Geschwindigkeit ergebende Verhältnis R = v / &Mac195; L wird als Geschwindigkeitsgrad bezeichnet.