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Seemannschaft - Spinnakersegeln
Sobald die Windlage und der Kurs es zulässt, setzen wir den Spinnaker. Beide Leichtwindsegel auf der Charisma haben je 180 qm Segelfläche, die perfekt bewältigt werden müssen, um in den Genuss des Segelns kommen zu können. Von der Vorbereitung übers Setzen, dem optimalen Trimm bis zum Bergen und Packen des Spis wird jedes Manöver im Team detailliert besprochen. Jedes Crewmitglied wird auf seinen Posten eingewiesen. Bei leichten Winden können wir den Spi über die Umlenkung des Achterholers vom luvwärtigen Rigg bis 70° zum Wind segeln, die maximale Windstärke fürs optimale Segeln liegt bei 5-6 Beaufort auf Raumschotskurs. SY Charisma Logbuch-Auszug vom 23. März 2004 Spinnakersegeln auf der Nordsee „Nach Passieren der Untiefentonne Sellebrunn W heißen wir bei mäßigen NW Winden den Spinnaker auf und liefern uns ein Rennen mit zwei Swan-Yachten bis nach Hörnum auf Sylt. Mit unserem NNE Kurs durch die Deutsche Bucht fahren wir den Spi mit Kurs halben Wind recht hoch und bei diesen Windverhältnissen samt Windeinfallswinkel am Limit. Den Achterholer spreizen wir über den Jockeypole von den luvwärtigen Wanten ab. Langsam ziehen wir an den beiden größeren Swan-Yachten, die uns aufgrund ihrer größeren Segelfläche und Schiffslänge bei der Durchsteuerung der Nordansteuerung Helgolands bereits überholt haben, luvwärtig vorbei. Wir passieren die Barre des Holtknoblochs bei Hochwasser und tauchen ins Wattenmeer ein. Wir segeln nun gegen die kenternde Tide, bergen vor der Kursänderung den Spi, kreuzen die verbleibende Strecke in den Hafen und machen am Muschelkutter längsseits fest.“
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