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Seemannschaft - Steuertechnik
Beste Steuerleistungen werden auf der SY Charisma im Stehen erzielt. Das große Steuerrad überträgt den gesteuerten Kurs mit feiner Übersetzung auf das freihängende Spatenruder. Bei entsprechendem Trimm lässt sich die Yacht selbst bei widrigen Verhältnissen noch ohne Kraftanstrengung steuern. Wichtig ist hierbei, der Kursstabilität der Swan mit möglichst wenigen Steuerkorrekturen freien Lauf zu lassen. Blick frei geradeaus auf die Wellenstruktur und den Horizont, möglichst wenig auf den Kompass gerichtet. Das Foto zeigt Karin konzentriert und in exzellenter Haltung am Steuer mit Gefühl für Schiff und Natur. SY Charisma Logbuch-Auszug vom 22. Mai 2002 Irische See - Kurs Campbeltown „Wir nähern uns mit dem dreifach gerefften Großsegel Sanda Island, die der östlichen Huk vom Mull of Kintyre vorgelagert ist.“ Auszug aus 'Claviez - Seemännisches Wörterbuch' Wolfram Claviez (1920-1996) Ruder: „Seemännisch für Steuer; man steuert mit dem Ruder und rudert mit den Riemen; das Heckruder taucht erstmalig im 12. Jh. auf. Die eigentliche Ruderfläche, die durch ihren Anstellwinkel die Steuerkraft bewirkt, heißt Ruderblatt. Die Begrenzung des Ruderausschlags liegt bei 32° bis 36° bei großen Segelschiffen und reicht bis ca. 60° bei lebhaften Motorbooten. Während früher lediglich einfache Plattenruder zur Anwendung kamen, sind alle neuzeitlichen Ausführungen Verdrängungsruder. Die wichtigsten Ruderformen für Seeschiffe: Oertz-Ruder (Ruder dreht sich hinter einem feststehenden, in die Stromlinienform einbezogenen Rudersteven). Simplex-Balance-Ruder (Ruder bewegt sich um einen Ruderpfosten innerhalb des Ruderblattkörpers). Spornruder (am Schaft und am Sporn gelagertes Halbschweberuder). Spatenruder (am Ruderschaft gelagertes Schweberuder)....“
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