Sicherheitsmanöver - Hamburger Manöver
Sicherheitsmanöver - 1. Boje über Bord
Sicherheitsmanöver - 2. Schoten dicht!
Sicherheitsmanöver - 3. Kurs Halber Wind!
Sicherheitsmanöver - 4. Wende - Fock bleibt back

Sicherheitsmanöver - 6. Anluven bei Boje
Sicherheitsmanöver - 7. Boje an Bord nehmen

Sicherheit auf See - Sicherheitsmanöver


Das nebenstehend dargestellte Boje-über-Bord Manöver, auch Hamburger Manöver genannt, stellt sich in meinem bisherigen Seglerleben als die überzeugendste und erfolgreichste Variante aller diesbezüglichen Trainings dar.

>> Video Hamburger Manöver


1. Mann über Bord!
Crew alarmieren - MOB-Taste drücken - Rettungsmittel ausbringen.


2. Alle Schoten dichtholen und die Yacht auf Halbwindkurs bringen
Daraus resultiert Raumgewinn zum Manövrieren und eine uneingeschränkte Manövrierfähigkeit bis hin zur Gefahrenhalse.


3. Den Wendepunkt auf Höhe der luv-/leewärtigen Linie erreichen, indem bei Halbwindkurs der Kurs beibehalten, beim Am-Wind-Kurs abgefallen und beim Raumschotkurs angeluvt wird.


4. Die Yacht durch den Wind wenden,
Fock bleibt back stehen.


5. Aktive Zielfahrt

mit möglichen Kurskorrekturen im beigedrehten Zustand, mit abnehmender Speed aufs Objekt, das im Dreieck zwischen Vorstag und leewärtigen Wanten anvisiert wird.


6. Im Einzugsbereich der Boje die Yacht rechtzeitig anluven,
um mit geringst möglicher Geschwindigkeit das Ziel zu erreichen.


7. Den Überbordgefallenen am leewärtigen Freibord des Schiffes fixieren. Den Verunglückten über das durch den Winddruck der backstehenden Fock niedrige Freibord an Bord hieven oder Zugang über die Heckleiter ermöglichen.

 

Fazit

  • Das Manöver ist leicht vermittelbar und physikalisch gut nachvollziehbar.

  • Die Yacht ist bei ausgewogener Segeltrimm mit dichtgeholten Schoten nahezu auf allen Kursen alleine gut beherrschbar einschließlich möglicher Gefahrenhalsen.

  • Keine schlagenden Schoten und keine killenden Segel; dadurch bedingt einfaches Handling der Yacht, kaum Verletzungsgefahr für die Crew; unter diesen Umständen größtmögliche Ruhe auf dem Schiff.

  • Das niedrige Freibord (bedingt durch Winddruck in die backstehende Fock) ermöglicht die Bergung des Verunglückten an Bord.

  • Das Manöver ist durch die vorgenannten Aspekte schnellstmöglich abgeschlossen, der direkte Kontakt zum Überbordgefallenen gewährleistet.

Eine Erfolgs-Garantie kann es trotz bester Quoten nicht geben - zu sehr können extreme Natureinflüsse und daraus resultierende unkalkulierbare Situationen an Bord eine nicht trainierbare Lage schaffen.
Zum Gelingen dieses Parcours ist immer wiederkehrendes Training in verschiedensten Wetterlagen und Seegang erforderlich. Desgleichen muß das spezifische Seeverhalten des jeweiligen Schiffstyps berücksichtigt werden. Das setzt die Bereitschaft bei Skipper und Crew voraus, sich vor jedem Törn diesem Thema neu zu stellen.

 

 


 

Lust auf Segeln? Kommen Sie an Bord unserer Nautor's Swan und segeln Sie unter der fachlichen Anleitung von Profi-Skipper Constantin Claviez.
Segelreviere: Nordsee, Ostsee, Englischer Kanal, Atlantik, Keltische See, Irminger See, Nordmeer, Karibik und Ostküste USA.
Unser besonderes Highlight: Schwerwettertraining auf der Nordsee.