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Unsere Erlebnisse

80° Nord - with greetings from Russia...

Nach 4 Tagen und Nächten auf See erreichen wir die Westküste Spitzbergens. Bei einer schönen Segelbrise kreuzen wir um die Nordspitze des Prinz Karl Forlands und rauschen mit 8 Knoten Fahrt in den Kongs Fjord hinein. Am frühen Abend des 21. Juli erreichen wir Ny-Alesund und machen längsseits an der SY Jonathan fest. Wir scheinen pünktlich zu Rushhour eingetroffen zu sein! Während unseres Anlege-Whiskey kommen 3 weitere Yachten rein. Der nördlichste Hafen der Welt ähnelt an diesem Abend einer Mittelmeer-Marina. Wie die Ölsardinen liegen wir im Päckchen...

Am nächsten Morgen werden wir über Lautsprecher mit einem musikuntermaltem "Welcome in Ny-Alesund..." geweckt. Ein verwirrter Blick aus dem Niedergang eröffnet uns die Sicht auf ein Kreuzfahrtschiff, das an der Außenmole liegt. Ein Eisbär tanzt bei strahlendem Sonnenschein die Gangway hinunter. Ihm folgt eine Herde von Touristen, die das kleine Forscherdorf für ein paar Stunden bevölkert. Wir entscheiden uns nach der langen Seeetappe für einen Ruhetag und beobachten weiterhin das geschäftige Treiben in Hafen. Kaum hat das Kreuzfahrer abgelegt, macht das norwegische Versorgungsschiff MS Norbyörn fest. Lebensmittel sowie Baumaterial samt Schwerlastkran werden bis zum Abend hin abgeladen.

Nachdem wir unsere Wasser- und Dieselvorräte aufgetankt haben, brechen wir am nächsten Tag Richtung Magdalenen Fjord auf. Wir haben kaum 2 Meilen zwischen uns und den Hafen gebracht, als der Motor seine Dienste verweigert. Nach eingehender Inspektion und dem Zurate-ziehen sämtlicher an Bord befindlicher Motor-Literatur entscheiden wir uns schlussendlich doch zum Umkehren. Wir kreuzen bei vereinzelten leichten Brisenstrichen zurück nach Ny-Alesund. Mit Constantins Anleitung liefern wir unter Segeln ein 1A Anlegemanöver ab und bringen die 17 Tonnen der SY Dantés ganz 'smooth' an den Schwimmsteg.

Auf 78° Nord sind Motormechaniker spärlich gesäht. Wir nehmen Kontakt zur MS Norbyörn auf und bitten um Amtshilfe: "We have our own problems but we try to help you..." Am Nachmittag kommt der russischen Chief Ingenieur des Versorgungsschiffes zu uns an Bord. Er wirft einen fachmännischen Blick auf die Maschine und erkennt das Problem: Luft im System! With greetings from Russia summt unser Motor nach 10 Minuten wieder wie ein Bienchen.

Glücklich das Problem gelöst zu haben machen wir uns erneut Richtung Norden auf. Nach Zwischenstops im Magdalenen Fjord und der Kennedy Bukta überqueren wir  am 23. Juli die für viele Segler magische Grenze von 80° Nord...

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