Unsere Erlebnisse

2014 | Törnauftakt Spitzbergen

Die SY Charisma liegt nach dem dritten Segeltörn der Nordlandreise 2014 an der Bykaia, im Hafen von Longyearbyen. Ankunft und Begrüßung der Crew, beginnend am Vorabend. Hafentag: Einkaufs-Logistik und Verproviantierung. Das Kontingent wird voll genutzt. Stauen der persönlichen Ausrüstung. Törnbesprechung im Salon der SY Charisma. Am Abend gehen wir in Longyearbyen in der Lokalität Kroa essen.

Die Wetterlage: Im östlichen Sektor des arktischen Hochdruckgebiets resultiert eine Nordwindströmung, die an Spitzbergens Westküste zu frischem Wind führt. Im Svalbard-Archipel herrscht in den Fjorden schönstes Wetter. Die Grafiken der Wetterzentrale und der US-Gribdaten zeigen ein ‚klassisches‘ Bild des arktischen Hochs im Sommer.

Am Morgen des 18. August 2014 holen wir in der Wilkinsbukta, im Norden des Isfjords, den Anker auf und steuern rund um die Huk von Daudmannsodden in den Prins Karls Forlandsund. In kurzer Zeit brist es auf Starkwind aus NNW auf, der Wind wird durch die Topographie des Sundes kanalisiert und pfeift uns entgegen. Hinzu kommt die Komponente Starkwind gegen die mit uns laufende Tide. Es entstehen kurze steile Wellen, die nur sehr ineffizient und unangenehm zu befahren sind. Die Fahrt über Grund reduziert sich auf 2,5 kn. Da Aufkreuzen bei diesen Naturverhältnissen keinen Sinn hat, steuern wir nach Analyse der detaillierten Seekarte und der Nautischen Literatur in den Schutz der am nächsten gelegenen Ankerbucht. Die Wahl fällt auf die Eidembukta, attraktiv gelegen zwischen vorgelagerten Granitfelsen und auslaufenden Gletschern. Zur Mittagszeit haben wir unser neu aufgefasstes Tagesziel erreicht und bringen den Anker aus.
Mit dem Fernglas können wir den mit Schaumkronen durchsetzten dunkelblauen Streifen des Prins Karls Forlandsund beobachten. Die Kontraste zwischen Starkwind und Windstille in geringer Distanz sind sehr eindrücklich. Die Charisma-Crew genießt das Wahrnehmen, die Ruhe und Idylle der Natur. Aufgrund unserer Wetterinformationen wissen wir, dass wir am nächsten Tag gute Bedingungen für unseren weiteren Kurs gen Norden haben werden.

Am Morgen des 19. August 2014 holen wir den Anker auf und steuern rund um die vorgelagerten Untiefen in den Prins Karls Forlandsund. Der Wind hat über Nacht seine Intensität verloren und weht nur noch als leichte Brise. Wir steuern mit Poolepynten eine Huk vom Prins Karls Forland an, auf der sich eine Walrosskolonie befindet. Die Walrösser bilden eine wahre Trutzburg und sind im Verbund unangreifbar für Eisbären...

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