Unsere Erlebnisse

Vom Spi bis ins 3. Reff

Mit Passieren der Regatta-Tonne vor Barbuda fallen wir ab und setzen unseren roten Starkwind-Spi und düsen bei raumen Wind der Südküste von St. Nevis entgegen. Von achtern fallen immer wieder Böen ein - Vorboten aufziehender Sqaulls.

Durch die Nacht
Vor Einbruch der Dunkelheit bergen wir den Spi, lassen den Spi-Baum jedoch stehen. Für die Nacht baumen wir die Genua III aus. An der Süd-Küste von St. Nevis fahren wir eine Halse. Mit dem Passieren der SW-Huk können wir höher an den Wind - wir bauen die Baum-Konstruktion ab und Luven an. Wir segeln mit NW-Kurs parallel zu den Inseln St. Kits und St. Nevis und kommen gut voran.

Rund um Saba
Die kleine Insel Saba wartet mit lokalen Windeffekten auf. Der Wind strahlt. Wir sind in guter Segeltrimm gefordert, um die Fahrt im Schiff zu halten. Mit Passieren der Insel sind wir auf der Kreuz. Der nächste Wegpunkt liegt 30 sm in Luv - das bedeutet doppelte Strecke, dreifache Zeit, vierfacher Ärger.

Auf der Kreuz
Zwischen Saba und St. Barth weht uns der Passatwind mit 6 Beaufort frisch auf die Nase. Wir entscheiden uns für längere Kreuzschläge - dabei können wir unsere Swan im 3. Reff besser laufen lassen. Unsere Taktik geht auf, wir nehmen der Swan 48 Isbjorn ihren Vorsprung ab. Ein umfassender Squall bringe heftige Schauerböen - Ölzeug ist angesagt. Bei einer besonders heftigen Böe lassen wir das Großsegel fallen. In dieser Phase übernehme ich selbst das Ruder und steuer die CHARISMA durch die schäumende See. Mit Abziehen des Sqaualls setzen wir das Großsegeln wieder ins 3. Reff. Hinter dem Squall holt der Wind erstmal Luft, stabilisert sich aber zügig wieder. Wir reffen aus.

Durchatmen und weiter
Mit dem Passieren der SW-Huk von St. Barth haben wir das Gröbste geschafft.Diese Passage fordert Willensstärke und Durchhaltevermögen. Wir haben Funkkontakt mit der Isbjorn, sie entscheiden sich das Rennen an dieser Stelle abzubrechen. Wir machen weiter! Wendeschlag für Wendeschlag arbeiten wir uns  gen Osten vor und lassen St. Barth an Backbord. Mit dem Einsteuern in den St. Barthélemy Channel können wir Abfallen - wir haben nicht mehr so viel Schräglage. Das Leben an Bord wird mit einem Schlag leichter. Die Sonne scheint, das Ölzeug trocknet, Essen wir gekocht - Schiff und Crew regenerieren.

Futuristische Begegnung
Wir segeln entlang der Südküste von St. Maarten gen Westen. Auf Höhe der Simpson Bay haben wir die SY "A" auf Gegenkurs. Wir halten Kurs uns lassen die weltggößte Segelyacht mit ihrem futuristischen Design in unserem Kielwasser. Mit Passieren der NW-Huk von St. Maarten steuern wir in den Canal d'Anguilla. Wir sind wieder auf der Kreuz - ausgeruht und gut gestärkt ...

Stramme Passage unter Vollmond
Die Naturverhältnisse werden wieder anspruchsvoll: Mit Annäherung von Tintamarre folgen die nächsten Squalls mit stark wechselhaftem Wind. In wachsamer Seemannschaft müssen wir das gereffte Großsegel bergen. Es folgen mehrere Wendeschläge um die Insel sicher zu passieren. Bei den wechselhaften Windbedingungen steuern wir konsequent nach dem Wind. So können wir St. Barth mit Kurs 130° in einem Schlag Steuerbord liegen lassen und auf unserem Race-Parcours auf Kurs 150° abfallen.

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