Unsere Erlebnisse

Über die Barentssee nach Spitzbergen

Es gibt ein schmales Wetterfenster,  das uns den Weg nach Spitzbergen ermöglicht. Auch hier ist es wieder ein Wettlauf mit der Zeit, um vor dem einsetzenden Nordwind das Südkap von Svalbard zu erreichen. Um 13:10 Uhr UTC+2 legen wir in Tromsø ab. Nördlich der Brücke tanken wir Diesel und fahren anschließend unter Motor durch den Grøtsund auf Kurs NNE.

Erste Nachtfahrt
Ab 19:50 Uhr UTC+2 setzt Wind aus WSW mit 5 Beaufort ein. Wir rollen die Genua III aus und segeln auf Kurs NNW in die Barentssee.  Zum Abend frischt der Wind auf WSW 6 auf. So laufen wir mit nördlichem Kurs durch die erste Nachtfahrt in den Morgen des 1. August. Am Vormittag setzen wir das Großsegel ins dritte Reff, da der Wind rechts auf West dreht. Im Tagesverlauf nimmt der Wind von 5-6 auf 4-5 Beaufort ab.

Sonniger Abend
Am Abend segeln wir bei Sonnenschein und weiter abnehmendem Wind in die zweite Nachtfahrt zum 2. August. Die Barentssee zeigt sich ruhiger. Am Morgen setzt sich aufgrund einer Hochdruckrinne eine Schwachwindphase durch. Wir motoren durch alte See und Nebelbänke Richtung Bäreninsel. Dann setzt sich eine Brise aus NNE durch. Wir greifen den Wind unter Genua III und Großsegel auf.

Reffen in der Kälte
Bei diesiger Sicht und nasskaltem Sprühregen nimmt der Wind kontinuierlich zu. Entsprechend reagieren wir mit Reffmanövern, bis wir bei NNE 6 das dritte Reff ins Großsegel eingebunden haben. So segeln wir in die dritte Nachtfahrt zum 3. August. Es frischt weiter auf: NNE 6 bis 7. Wir rollen die Genua III auf Genua-IV-Größe ein. Die Windschneise ist auf der Wetterkarte als gelb-oranges Feld angezeigt. Wir segeln konsequent mit einem Anstellwinkel von 50 Grad zum Wind. In einem Gewirr aus Kreuzseen und überkommenden Wellen besticht unsere Nautor’s Swan mit exzellentem Seeverhalten.

 

Lesen Sie über uns in...