Der Segeltörn war geprägt durch die Entscheidungen der optimalen Nutzung der Informationen des Seewetters, basierend auf den Gribdaten von www.grib.us.
Die ursprüngliche Planung sah die Route wie 2011 vor: Süd-Irland – Scilly Islands – Cornwall – Bretagne – Kanalinseln – Isle of Wight.
Der realisierte Törnverlauf 2013: Süd-Irland – Wales – Cornwall – Südwestküste Englands – Isle of Wight.
Die Seewetterinformationen sagten für den 2. Juli 2013 ein Tief mit stürmischem Wind aus südlicher Richtung voraus. Dieses Wettergeschehen wollten wir nicht an einer Mooring bei den Scilly Islands abwettern. Auf Grund dessen, und weil die Crew einen ruhigen Einstieg wünschte, setzten wir am ersten Segeltag die Route parallel zur Südküste Irlands gen ENE ab. Mit starkem achterlichen Wind segelten wir in rasanter Fahrt bis zur Mündung von Waterford Harbour und navigierten in schöner Szenerie bis nach Waterford. Der folgende Tag war so geplant, dass wir die 100 sm in östliche Richtung segelten, um das Sturmtief im sicheren Hafen von Milford Haven abzuwettern. Nach dem Hafentag setzten wir südlichen Kurs bis Padstow ab. Wir erreichten den Hafen bei auflaufender Tide mit präziser Navigation tief in der Nacht.
Der weitere Törnverlauf stand unter dem Einfluss des sich etablierenden Hochs über den Britischen Inseln. Dieses Hoch diktierte uns förmlich, die anstehende Route nicht zur weiter entfernten Bretagne zu wählen. Die Wetterlage war mit anhaltendem strammem NE-Wind im Englischen Kanal denkbar ungünstig für eine Route mit langer Strecke gegen an. Deshalb entschieden wir uns bei angenehmen Wetterbedingungen entlang der Südwestküste von England zu segeln. Jeder Tag war begleitet von schönem Wetter – und wir hatten Zeit.
Die Tagesziele folgten der Route entlang der Südwestküste Englands, die mit ihren naturbelassenen Buchten einen erlebnisreichen Rahmen eines sehr schönen Segeltörns darstellte.
Mein Dank geht an meine Crew, die als Segelteam dazu beigetragen hat, diese Segelreise mit Freude am optimalen Segeln bestens zu gestalten.


