Ein paar Eindrücke vom Beginn des dritten Tages auf See nach einer ruhigen Nacht. Bei fast glatter See und wenig Wind findet sich die Charisma-Crew an Deck zum Frühstück ein. Der Eine oder Andere wirkt allerdings noch ziemlich verschlafen und "zerknautscht" nach gerade beendeter Wache oder kurzem Schlaf. Heute gibt es Rühreier - 24 Eier - mit Speck und Zwiebeln, fachgerecht von Gerd und Guido zubereitet. Der Kaffee darf natürlich nicht fehlen.
Der Begriff Frühstück mag für andere etwas merkwürdig klingen, wenn ich schreibe, dass unsere Uhr gerade 12 Uhr zeigt. Wir haben die Bordzeit mit Beginn des Törns auf UTC gestellt. Das wäre nach Eurer Zeit 14 Uhr. Meine innere Uhr sagt mir jedoch, dass es frühmorgens ist, wie noch vor 3 Tagen in Newport. Ich bin sicher, dass sich auch die innere Uhr im Laufe des Törns umstellen wird. Beim Frühstück werden wir von einer Delphinschule begleitet. Schön anzusehen, wie die Tiere sich verspielt um die Charisma tummeln.
Insgesamt hat sich bei uns allen die Bordroutine gut eingestellt. Auch die Suche nach dem einen oder anderen Kleidungsstück oder Ausrüstungsgegenstand, verstaut in den vielfältigsten Schapps, Schränken oder anderen Ecken, ist weniger geworden. Bisher haben wir auch aus unseren Proviantlagern alles gefunden, was gebraucht wurde, um uns bei Kräften zu halten. Nach dem Frühstück und dem Abwasch in der Salzwasserpütz haben Gerd und ich für uns entschieden, das heute der erste Waschtag ist, ideal bei glatter See und mäßig lauwarmer, schwacher Brise. Diese Entscheidung haben wir zur Freude und zum Entsetzen der restliche Crew dann auch umgesetzt. Unser Waschtag sah dann so aus, dass jeder von uns nach dem Einseifen mit salzwassergeeignetem Shampoo und Duschgel mit mehren Pützen Atlantikwasser übergossen wurde. Der Skipper meinte das Wasser hätte um die 14 Grad, für mich hatte es gefühlte 10 Grad. Unsere Aufschreie hätte man bestimmt weit hören können. Am Späten Nachmittag ist Elmo unserem guten Beispiel gefolgt - Prozedere wie oben nach dem Motto "nur die Harten kommen in den Garten".
Was gibt es noch: Skipper Constantin, Navigator Karl und "Wetterfrosch" Elmo sind laufend dran, uns auf den besten Kurs raus aus dem jetzigen Schwachwindbereich zu bringen. Immerhin, wir kommen stetig voran, auch wenn es im Moment langsam geht. Aber das wird sich ändern.
Soweit für heute von mir, viele Grüße von Bord der Charisma
Bernd



