Unsere Erlebnisse

TR 2015 | Weiter nach Osten

Unser erstes Etmal (28.06.-29.06.15 jeweils 6 UTC) liegt bei 115 sm. Wie es sich bei anderen Törns auch bewehrt hat, fahren wir ein überlappendes Wachsystem. Eine Wache dauert vier Stunden, zwei Stunden mit dem ersten und zwei Stunden mit dem zweiten Wachpartner. So starten wir bereits zum Auftakt des Races: 16 UTC Dirk, 18 UTC Gerd, 20 UTC Bernd, 22 UTC Elmo, 00 UTC Karl, 02 UTC Matthias, 04 UTC Guido. Nach 10 Stunden Freiwache beginnt der Wachzyklus für jedes Crew-Mitglied neu. Als Skipper halte ich mich in  bewährter Manier wachfrei, um für jede Situation da zu sein.

Elmo:Gestern war ein herrlicher Segeltag. Sonnenschein, warm, 3-4 Bft Wind von achtern... Spinnakersegeln wie in der Karibik. Andere Boote sind nicht mehr zu sehen. Rundherum nur Wasser.

Die SW-Windlage hielt gestern mit variierenden Winden zwischen S - SW - W mit 4 Windstärken den ganzen Tag an. Wir nutzten die günstigen Wetterbedingungen zum optimalen Spinnakersegeln. Wir passierten die Wegpunkte des Nantucket Shoals südlich und machen Strecke nach Osten. In der vom Vollmond erhellten Nacht erfasste uns wie erwartet eine weitere Leichtwind-Zone, die wir konzentriert aussegelten.

Elmo:Nachts unter Spinnaker segeln verlangt die volle Aufmerksamkeit des Steuermanns. Glücklicherweise haben wir aufgehenden Mond, fast Vollmond, sodass man die Umrisse des Spinnakers erkennt. In der Nacht sind wir in ein Schwachwindfeld gekommen, haben ein paar Mal hin und her getrimmt. Mit der aufgehenden Sonne kam dann wieder etwas Wind und wir konnten unseren Weg nach Osten weiter fortsetzen.

Die Atlantikdünung ist leicht gekräuselt und Delphine begleiten uns unter Spinnaker in den neuen Tag. Wir suchen den Wind der richtigen Richtung und sind erfreut über die in Kürze eintretenden Windaussichten.

 Elmo:Zur Zeit versuchen wir nur das bisschen Wind aufzugreifen, dieser bestimmt unseren Kurs. Unser nächstes Ziel ist der nördliche Part des Eddies, denn dieser dreht im Uhrzeigersinn. Wir wollen hier die 2-3 kn Strom in die richtige Richtung ausnutzen. Ein bisschen haben wir schon Strom aufgegriffen ... weiter nach Osten.

Gestern Abend gab es Chili con Carne, wobei wir zu wenig Bohnen hatten und stattdessen mit Kartoffeln und Paprika aufgefüllt haben - Kreativität ist hier an Bord gefragt, auch beim Kochen. Heute Morgen hat Gerd uns Eier mit Speck gezaubert.

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