Der Wecker klingelt um 00:30 MESZ, pünktlich mit dem Aufstehen hört es auf zu regnen – danke liebes Wetter! Wir schlüpfen in die lange Unterwäsche, rein ins Ölzeug, Rettungsweste an – um 00:45 MESZ heißte es Leinen los. Nach kurzem Funkkontakt hat die Doppel-Schleuse Fischereihafen Geestemünde das Schleusentor für uns bereits geöffnet. Bei Hochwasser werden wir um 01:00 MESZ in die Weser entlassen.
Auf der Weser
Das Wetter klart auf, wie vorhergesagt haben wir noch keinen Wind. Unter Motor steuern wit mit der einsetzenden ablaufenden Tide nach Sicht und befeuerten Seezeichen im Fahrwasser Kurs NW gen Wesermündung. Der zunehmende Mond beleuchtet die Szenerie. Ab 03:40 MESZ kommt Wind auf. Wir setzen die Segel bei E-NE 2-3 Bft. segeln wir unter Genua III und Großsegel gen Leuchtturm Alte Weser.
In der Deutschen Bucht
Es wird frisch - Seegang und Wind nehmen zu. Bei E-NE 4-5 Bft. binden wir westlich des Flachs der Nordergründe das 1. Reff ins Großsegel. Mit nördlichem Kurs segeln wir in die Deutsche Bucht. Der Wind nimmt weiter zu - bei 20 kn binden wir das 2. Reff ein.
Helgoland
Mit rasanter Fahrt segeln wir in die Morgendämmerung - das Leuchtfeuer von Helgoland weist uns mit seinem Widerschein den Weg. Optimales Hochseesegeln – wäre es nur nicht so kalt! Unter Segeln steuern wir in den Hafen von Helgoland und bergen im Vorhafen die Segel. Um 07:50 MESZ machen wir längsseits an einer Alu-Yacht fest, Distanz 49 sm.
Happy Landing
Heizung an, Klamotte aus, frühstücken und ab in die Koje :) Den Nachmittag nutzen wir für individuelle Landgänge und ein Besuch am Lummenfelsen. Am Abend kehren wir in der Bunten Kuh ein.


