Bei beeindruckenden, von Energie geladenen Wolkenformationen segeln wir durch die Vollmondnacht. Südlich von uns begleiten uns Lightnings – Blitze ohne Donner. Wir segeln in den sonnigen Morgen, der aber alsbald mit dunklen Wolken zuzieht. Eine Wetterfront hält uns mit steifem Wind auf Trapp. Wir binden das 3. Reff ins Großsegel und bergen es schließlich, segeln unter Vorsegel weiter.
Unter Leichtwind-Spi
Nach dem Durchziehen der Front weht der Passat wieder konstant und beruhigt sich am Nachmittag auf N-NE 4. Wir heißen unseren blauen, 180 qm umfassenden Leichtwindspinnaker auf und segeln entlang der Nordküste der Dominikanischen Republik gen Puerto Plata. Mit der Dämmerung bergen wir den Spi und steuern den Hafen Cofresi unter Vorsegel an.
Squally landing
In der Dunkelheit navigieren wir nach dem befeuerten Fahrwasser und steuern unter Motor in die Ocean World Marina. Ein Squall fordert uns mit regnerischen Böen beim Anlegen, bis wir am Pier leewärtig das Schiff vertäuen - Distanz 380 sm. Den Anleger nehmen wir völlig durchnässt auf dem Deck unter dem Flutlicht des Mastes. Anschließend gehen wir am späten Abend auf der Terrasse des Marina-Areals noch etwas essen, bevor wir zum Digistif und Ausschlafen an Bord zurückkehren.

