Unsere Erlebnisse

Mit Rückenwind nach Breskens

Wir legen um 08:00 Uhr in IJmuiden ab. Schon beim Auslaufen ist unsere volle Aufmerksamkeit gefragt, denn an der Mündung des Nordzeekanals herrscht reger Schiffsverkehr.

Unter Spi
Im brillanten Sonnenlicht setzen wir den 180 Quadratmeter großen Leichtwind-Spinnaker. Die CHARISMA gleitet mit leichtem Druck Richtung Hoek van Holland. Zur späten Mittagszeit verändert sich die Situation. Der Wind lässt nach, dreht nach links und fällt nun achterlich ein. Wir reagieren, rollen die Genua 3 aus und bergen den Spinnaker. Kurz darauf frischt der Wind deutlich auf und kommt nun aus Nord mit 5 - 6 Beaufort.

Raue See
Wir passieren das Maasgeul von Europoort rechtwinklig und segeln rasant mit dem Gezeitenstrom in südwestlicher Richtung. Am frühen Abend kentert die Tide und setzt uns entgegen. Der Seegang baut sich auf. Wir binden das erste Reff ins Großsegel ein, um die Yacht mit einem der Windsituation angepassten Segeldruck kontrolliert auf Kurs zu halten. Westlich von Schouwen halsen wir und steuern in der Abendsonne auf den Leuchtturm von Westkapelle auf Walcheren zu.

Wahrschau Strom
Mit dem Ansteuern in das Fahrwasser von Oostgat kommen wir in die Landabdeckung. Bei gegenläufiger, ablaufender Tide achten wir besonders auf den Schiffsverkehr. Bei der einsetzenden Dunkelheit navigieren aufmerksam nach Sicht und Leuchtfeuern und haben besonders den kräftigen Stromversatz im Blick.

Happy landing
Spät am Abend erreichen wir Breskens. Um 23:10 Uhr machen wir im Yachthafen fest – Distanz 89 sm. Die CHARISMA ist gut vertäut und wir lassen den intensiven Segeltag entlang der niederländischen Küste noch einmal Revue passieren.

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