Das Seewetter im Finnischen Meerbusen wird durch eine schwache Okklusionsfront samt flachem Luftdruckgefälle zwischen einem Atlantik-Tief und einem Russland-Hoch bestimmt. Am Morgen legen wir von Heltermaa ab.
Estlands Inselwelt
Wir steuern in das Gewässer, das uns zwischen den Inseln Hiiumaa und Vormsi mit nördlichem Verlauf den Kurs in den Finnischen Meerbusen ermöglicht. Unter der diffusen grauen Wolkendecke weht der Wind schwach und unstetig, so dass wir zunächst den Motor benutzen. Im weiteren Tagesverlauf klart es auf und der Wind stabilisiert sich aus W 3-4.
Estlands Nordküste
Wir segeln mit unserem blauen Leichtwind-Spinnaker mit Kurs ENE entlang der Nordküste von Estland. Die vorgelagerten Inseln lassen wir Backbord liegen. In dieser Wetterzone hinter der Okklusionsfront entstehen verschiedenste Wolkengebilde, die wir aufmerksam beobachten und die uns während des Segelns jedoch ohne Auswirkungen begleiten. Wir passieren die Hafenstadt Padilski und steuern die Abendsonne im Rücken weiter gen Osten – die Insel Naissaar Backbord voraus.
Estlands Hauptstadt
Wir bergen unseren 180 qm umfassenden Spi, halsen und segeln unter Genua III und Großsegel in die Bucht von Tallinn bis wir kurz vor dem Hafen die Segel bergen. Nach UKW-Funkkontakt mit der Traffic-Control ‚Radio-5‘ warten wir den Fährverkehr abseits der Schifffahrtsroute ab, bis wir die Erlaubnis erhalten am Fährterminal vorbei in die Old City Marina einzulaufen.
Old City Marina Tallinn
Die Drehbrücke öffnet sich und wir machen an einem Schwimmsteg fest – Distanz 80 sm. Den Anleger nehmen wir in der modernen und gut ausgestatteten Marina in der Abenddämmerung im Cockpit. Im Anschluss gibt es im beheizten Salon Abendessen. Wir freuen uns am kommenden Hafentag die Stadt zu erkunden.
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