Unsere Erlebnisse

Aufwendige Kreuz bis Helgoland

Die Deutschen Bucht liegt zwischen einem westlich von Irland liegenden Atlantik-Hoch und dem Tief mit Kern über dem Norden Skandinaviens. In dieser Randzone hat sich auf der Rückseite des Tiefs ein Frontensystem entwickelt, das mit wechselhaften und böigen Winden aufwartet.

Aufmerksame Navigation
Am frühen Morgen gibt es ein gemeinsames Frühstück an Bord. Gegen 5:30 Uhr legen wir noch bei Dunkelheit ab. Die Route führt bei instabilem N-NW Wind zunächst unter Motor entlang der roten Lateraltonnen außerhalb des Elbe-Fahrwassers in nordwestliche Richtung. Das Augenmerk liegt zunächst in der sicheren Navigation unter Wahrnehmung des Gezeitenstroms. Dunkelgraue, tiefziehende Wolken entladen Graupelschauer, während wir konzentriert unseren Kurs halten.

Kniffliges Wetter
Mit westlichem Verlauf des Fahrwassers rollen wir in der Elbmündung zunächst die Genua IV (Arbeitsfock) aus und setzen dann das Großsegel direkt ins dritte Reff. Die Wetterlage gestaltet sich bei nass-kalter Witterung tricky – die Winde sind böig und drehen, so dass wir mit Kreuzen unter Berücksichtigung des Schiffsverkehrs gefordert sind. Zudem entwickelt sich der Seegang südlich des Großen Vogelsands – kurze steile Wellen entstehen angesichts des auslaufenden Ebbstroms und dem vorlich einfallenden Windes. Das exzellente Seeverhalten unserer Nautor’s Swan 441 vermittelt jedoch viel Sicherheit.

Gegen den Strom
Wir segeln bei nunmehr längeren Kreuzschlägen hinaus in die Deutsche Bucht. Achteraus geht die Sonne auf und der Himmel klart auf. Im weiteren Tagesverlauf kentert die Tide, so dass wir den einsetzenden Flutstrom aussegeln müssen. Zur Springzeit bedeutet das in der Helgoländer Bucht bis zu 2 kn Gegenstrom – die Seeetappe Kurs Helgoland gestaltet sich bei kaltem Wetter aufwendig.

Happy landing
Schließlich steuern wir in den Hafen der Hochseeinsel um machen am Schwimmponton des Südhafens fest – Distanz 44 sm. Die Crew genießt die sonnige Hafen-Atmosphäre im Windschatten des roten Felsens. Beim Anleger lassen wir den Segeltag zum Auftakt unseres Schwerwettertrainings Revue passieren. Abends kehren wir im Restaurant Seehund auf dem Oberland ein, den Tag beschließen wir in gemütlicher Runde an Bord.

 

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