Wir verlassen den Vorhafen von St. Helier um 04:30 Uhr UTC+2. Übertragen auf die Gezeiten bedeutet das „Hochwasser Dover + 1 Stunde”. Es ist windstill. Unter Motor fahren wir durch die Dunkelheit und navigieren nach Sicht und Leuchtfeuern.
In der Dunkelheit
Mit südlichem Kurs bleibt das rote Leuchtfeuer Hinguette an Steuerbord. Wir ändern den Kurs auf 220° und fahren mit der restlichen ablaufenden Tide bis zur Kardinaltonne NW-Minquiers. Mit Sonnenaufgang setzen wir die Segel.
Unter Segeln
Der Wind weht mit 1–2 Beaufort aus Südwest. Die Tide kentert zum auflaufenden Gezeitenstrom. Wir segeln auf Am-Wind-Kurs entlang des Plateaus der Minquiers mit südöstlichem Kurs und steuern aufmerksam nach dem Wind. Im Verlauf des Vormittags dreht der Wind rechts und lässt nach.
Ansteuerung St. Malo
Mit Einsetzen der Flaute bergen wir die Segel. Die Ansteuerung von St. Malo vollziehen wir unter Motor. Der markante Leuchtturm Le Grand Jardin bleibt an Backbord, während uns ein Wald von Seezeichen den Weg Richtung Hafen weist. Unsere Gezeitenberechnung ist genau aufgegangen: Wir erreichen die Schleuse bei Hochwasser, die Schleusentore sind geöffnet und wir können direkt einfahren. Im tideunabhängigen Innenhafen werden wir in Empfang genommen und bekommen in der Marina Port Vauban ein Platz zugewiesen.
Happy Landing
Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein machen wir um 13:30 Uht UTC+2 fest, Distanz 43 sm. Wir genießen das Ankommen und die Atmosphäre im Stadthafen. Wir liegen im Zentrum von St. Malo, ideal für einen Landgang auf der Stadtmauer. Unseren Abschlussabend verbringen wir in einem der vielen Restaurants in der historischen Altstadt.


