In der Zone zwischen einem Tiefdrucksystem über Europa und einem Hoch über Island komprimieren sich die Isobaren auf der Nordsee. In der Deutschen Bucht weht frischer Starkwind aus NE.
Leinen los
Wir gestaltet ein gemeinsames Frühstück an Bord. Anschließend verholen wir uns nach UKW-Funk Kontaktaufnahme in die Schleuse des Neuen Hafens und werden bei Hochwasser in die Weser geschleust. Die Navigation führen wir nach Sicht und elektronischer Seekarte durch. Zudem verwerten wir die AIS-Informationen, die den Schiffsverkehr dokumentieren. Der Wind weht wechselhaft böig mit NE 3-5 Beaufort, wir setzen das Großsegel und rollen die Genua IV aus.
Kurs Wesermündung
Wir segeln mit aufmerksamer Seemannschaft am Containerterminal von Bremerhaven vorbei und steuern am rechten Fahrwasserrand entlang der roten Lateraltonnen in die Wesermündung. Es ist ein brillanter Segeltag. Unter gleißendem Sonnenschein segeln wir mit dem ablaufenden Ebbstrom der Deutschen Bucht entgegen. Je mehr wir aus dem Schutz von Land und den Sänden heraussegeln, desto mehr nehmen die Natureinflüsse von Wind und Seegang zu. Die Fahrt über Grund beträgt bis zu 11 kn. Wir binden sukzessive die weiteren Reffs ins Großsegel, luven beim Leuchtturm Alte Weser an und setzen bei Starkwind N-NE 5-6 Kurs auf Helgoland ab.
Freude am Hochseesgeln
Unsere von Ron Holland gezeichnete Swan 441 segelt mit exzellentem Seeverhalten durch die sich aufbauende See der Nordsee. Der Wind nimm ab, bei 5 Beaufort segeln wir im zweite Reff der Hochseeinsel Helgoland entgegen. In der Abdeckung der Düne bergen wir die Segel, steuern in den Südhafen und machen an einer Alu-Yacht längsseits fest - Distanz 49 sm.
Freude am Ankommen
Wir genießen den Anleger im sonnigen Cockpit. Am Abend gehen wir in der Bunten Kuh essen, den restlichen Abend gestalten wir an Bord.


