Unsere erste Etappe führt von der Algarve mit Kurs WSW mit knapp 500 sm durch den östlichen Nordatlantik bis zu der Madeira vorgelagerten Insel Porto Santo. Südlich eines Atlantik-Tiefs befindet sich auf unserer Route ein Hochdruckgebiet, das durch auslaufende Fronten des Tiefs beeinflusst wird. Das Hoch verlagert sich mit seinem Kern in östliche Richtung.
Sonnige Algarve
Am späten Vormittag legen wir von Lagos ohne Wind ab. Wir steuern unter Motor mit südwestlichem Kurs entlang der sonnenbeschienenen Felsküste der Algarve. Am frühen Nachmittag entwickelt sich eine sanfte Brise aus N-NW 1-2, die wir zum Segeln nutzen. Mit Großsegel und Genua II segeln wir unter 115 qm und setzen dann unseren Leichtwind-Spinnaker mit 180 qm. So kommen wir auf insgesamt 222 qm Segelfläche.
Blauer Spinnaker
Mit dem Jockeypole lenken wir den Achterholer (die luvwärtige Spi-Schot) um die Wanten, damit wir den Spi weiter vorlich trimmen können. Das ist bei diesem sehr leichten Wind die einzige Möglichkeit mit unserer 16 t verdrängende Yacht überhaupt Fahrt zu machen. Unser Blauwassersegeln beginnt mit sanften Wetterbedingungen und mündet in eine schöne Abendstimmung.
Laufender Motor
Als in der Dunkelheit sich die Flaute über den Atlantik legt, bergen wir den Spi und setzen unsere Fahrt vorübergehend unter Motor fort. Wir queren das Verkehrstrennungsgebiet OFF Cape São Viçente TSS mit rechtwinkligem Kurs bei aufmerksamer Beachtung des Schiffsverkehrs.
Am Wind
Es entwickelt sich eine neue Windlage. Bei S 2 segeln wir nun auf Steuerbordbug erneut unter Genua II und Großsegel in der weichen Dünung des Atlantiks einen schönen Kurs am Wind durch die erste Nacht.


