Unsere Erlebnisse

Von Am-Wind auf Raumschots-Kurs

Nach Mitternacht wird es sehr schwachwindig, so dass wir statt schlagende Segel zu ertragen vorübergehend den Motor benutzen. In der Dunkelheit der frühen Morgenstunden setzt wieder N-NW Wind ein, der von 2-3 auf 4 Beaufort zunimmt.

Warmfront
Das schöne Segeln der restlichen Nacht mündet in Sprühregen der grauen Morgendämmerung, wir segeln bei über 8 kn Fahrt über Grund in eine Warmfront mit zunehmendem und böigem Wind, N-NW 5. Wir reagieren mit Reffmanövern ins erste und zweite Reff in das Großsegel. Mit dem nach unten und vorne projizierten Segeldruckpunkt lässt sich der Kurzkieler bei gleichbleibender Geschwindigkeit erheblich leichter steuern. Wir jagen durch die Weite des Atlantiks.

Rechtsdrehender Wind
Tagsüber stabilisieren sich die Windverhältnisse, so dass wir sukzessive ausreffen. Der Wind dreht, für uns angenehm, rechts. Damit öffnet sich der Windwinkel – von der Schräglage der Am-Wind Kurs geht es nun aufrechter in einen Kurs raumen Wind. Als am Nachmittag der Wind mit N-NE 4-5 soweit geraumt hat, dass das Vorsegel in der Leeabdeckung des Großsegels einfällt, baumen wir die Genua mit dem Spinnakerbaum auf Steuerbordseite aus. Mit dieser Segelkonstruktion segeln wir in eine erneut sehr angenehme, vom zunehmenden Mond erhellte dritte Nacht.

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