Unsere Erlebnisse

Hexenkessel Färöer

Um 09:00 Uhr UTC+1 legen wir in Vágur ab. Unter Motor laufen wir aus dem Vágsfjørður. Bei Südwind mit 2 bis 3 Beaufort setzen wir das Großsegel und rollen die Genua III aus. Auf Kurs NNW fällt der Wind achterlich ein. Wir sichern das Großsegel auf Backbordbug mit dem Bullenstander und baumen die Genua III mit dem Spinnakerbaum nach Steuerbord aus.

Unter Wolken nach Norden
Aus den dichten Wolken erscheint westlich von uns die Insel Litla Dímun. Zur Springzeit geraten wir in die volle Intensität der Gezeit: schäumende See, sich auftürmende und brechende Wellen prägen das Seegebiet. Die Stromturbulenzen entstehen durch starke Gezeitenströme und entgegensetzenden Wind.

Hexenkessel zur Springzeit
Obwohl weiterhin kaum segelbarer Schwachwind mit 2 Beaufort aus Süd weht, bauen sich die Wellen auf 3 bis 4 Meter auf und beuteln uns durch. Die Wellen schlagen kreuz und quer und führen zu schwer kontrollierbaren Überholbewegungen der Yacht. Entsprechende Wechsellasten wirken auf das Rigg.

Auf der Stelle
Wir bergen das Großsegel, rollen das Vorsegel ein und takeln den Spinnakerbaum ab. Bei unterer bis mittlerer Motordrehzahl halten wir die Yacht auf nördlichem Kurs nahezu auf der Stelle. Erst ab der späten Mittagszeit dreht die Tide, und die gegenläufigen Komponenten ebben ab.

Fest in Tórshavn
Mit Kurs NNW, die Insel Sandoy an Backbord, nehmen wir langsam wieder Fahrt auf. Wir setzen Kurs Streymoy ab und steuern Tórshavn an. Um 19:40 Uhr UTC+1 machen wir am Pier fest – Distanz 42 sm. Am Ende dieses ereignisreichen Tages kehren wir im historischen Viertel der Altstadt im Restaurant Katrina Christiansen ein.

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