Unsere Erlebnisse

Kurs Nord

Um 23:00 Uhr UTC+1 legen wir in Stornoway ab. Bei leichter Nordostbrise laufen wir unter Motor entlang der Küste der Isle of Lewis und der Eye Peninsula hinaus in den North Minch. Um 01:30 Uhr UTC+1 setzen wir Großsegel und Genua III. Wir segeln in eine eindrucksvolle Morgenatmosphäre und nehmen Kurs NNW hinaus in den offenen Nordatlantik.

Im Wachsystem
Im Verlauf des Vormittags dreht der Wind rechts auf Nordost bis Ost und nimmt von 2 auf 4 Beaufort zu. Der Seegang bleibt ruhig, die CHARSIMA gleitet durch den Nordatlantik. Das Wachsystem fahren wir in bewährter Manier: drei Stunden Wache, jeweils 1,5 Stunden mit erstem und zweitem Wachpartner.

Mit und gegen den Strom
Wir passieren die exponierten Felsen Sula Sgeir und Rona westlich. Die Bootsgeschwindigkeit liegt bei 6-7 kn, die Fahrt über Grund zwischen 5-8 kn. Grund dafür sind die Meeresströmungen: einerseits der Gezeitenwechsel zur Springzeit, andererseits die nach Nordost setzende Nordatlantik-Strömung als Ausläufer des Golfstroms.

60. Breitengrad
Wir segeln in die nächste Nacht und passieren den 60. Breitengrad. Damit befinden wir uns auf demselben Breitenparallel wie die Sommernächte von St. Petersburg, Helsinki, Stockholm und Oslo. Die Nacht bleibt hell, und der Nordatlantik zeigt sich in dieser besonderen Atmosphäre weit, ruhig und eindrucksvoll.

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