Der Wind legt auf S-SE 5-6 zu – wir binden das dritte Reff in das Großsegel. Unser strategischer Schlag an die Westküste Schwedens kommt uns nun zugute. Wir müssen nicht so hart zum Wind segeln, sondern können mit einem Schrick in die Schoten die Yacht schön laufen lassen.
Mehr Wind im Kattegat
Diese Nachtfahrt hatten wir uns ruhiger vorgestellt – das grüne Windfeld kam auf der Wetterkarte eher harmols daher. In Wahrheit pfeift es aber ganz schön und wir jagen bei Dunkelheit durch die sich aufbauende See des Kattegats. Wir queren die Schifffahrtsrouten, lassen den Windpark von Anholt Backbord liegen und steuern in der grauen Morgendämmerung auf die Huk von Fornæs zu. Grenå ist bei der auflandigen Wetterlage kein sicher anzulaufender Hafen. Wir steuern Bønnerup an, dessen Hafeneinfahrt bei dem SE-Wind von der Landabdeckung geschützt ist.
Sicher im Hafen
Am frühen Morgen laufen wir in die verwinkelte Zufahrt ein und machen an der Gästepier fest – Distanz 72 sm. Einem Anleger im Cockpit folgen Spielgeier im Salon und ein gepflegtes Vormittasgschläfchen. Wir haben einen guten Teil unserer Strecke bestens bewältigt. Während der Wind im Kattegat weiter zunimmt und die ersten Regenschauer über uns hinwegziehen, machen wir uns eingen gemütlichen Hafentag – flankiert von leckeren Fischdelikatessen aus dem benachbarten Fischladen.

