Am frühen Morgen legen wir bei Windstille in Dunkelheit von Ålesund ab. Die Route führt uns unter Motor gen SW, gemäß der Seewege durch die Fjorde und Schären im westlichen Norwegen. Achteraus dämmert der Morgen. Das Licht lässt die Bergkulisse in grau-bläulichen Farben variieren, während sich der Himmel vom tiefen Blau in ein kräftiges Orange wandelt. Wir steuern nach Sicht und Leuchtfeuern und sichern unsere Kurse durch aufmerksame Navigation ab.
Starkwind auf hoher See
Die Wetterlage ist günstig für uns. Die Temperaturen sind warm und das Klima trocken. Das Windgeschehen spielt sich auf hoher See ab. Das Hoch liegt mit seinem Kern über dem Nordwesten Russlands und wir profitieren in dessen Randzone im nördlichen Westabschnitt der norwegischen Küste. Im westlich gelegenen Seegebiet Viking herrscht aufgrund sich komprimierender Isobaren Starkwind- oder Sturmgefahr, entsprechend wird die Galewarning über ‚South Norway Coastal Radio‘ ausgestrahlt.
Moderat an der Küste
Wir nutzen die günstigen Wettergegebenheiten und runden das für gefährlichen Seegang bekannte Seegebiet Stadlandet bei moderaten Wellen. Unser Kurs führt weiter nach Süden, hinein in die spektakuläre Fjordkulisse im Westen Norwegens. Mit dem Durchsteuern des Ulvesunds passieren wir Maløy und steuern mit Kurs SE in den Skatestraumen. Hier setzt regional bedingte Tide günstig mit uns und puscht uns mit über 8 kn Fahrt über Grund am Steilufer des Fjords entlang.
Rechtzeitig im Hafen
Über den Hornelsfjord steuern wir in den Seeabschnitt Frøysøen bis wir mit südlichen Kurs Florø ansteuern. Am frühen Abend machen wir an einem Schwimmponton der Gäste-Marina fest – Distanz 80 sm. Im Cockpit lassen wir die erste Etappe unseres Törns Revue passieren und nehmen das attraktive Ambiente des Hafens wahr. Im Schiff läuft bereits die Heizung für angenehme Temperaturen im Salon. Wir gestalten uns einen angenehmen Abend an Bord.

