In der Nacht kommen wir unter Genua und einfach gerefftem Großsegel gut voran - wir machen konstant über 6 kn FüG. In der Morgendämmerung lässt der Wind nach. Der Skippy setzt mit dem Frühdienst den 180 qm Leichtwind-Spi. So segeln wir in den Sonnenaufgang, vor uns zeigt ein Wal seine Fluke und taucht ab. Bei leichtestem Wind machen wir gute Fahrt gen ENE, bis der Wind zur Mittagszeit einschläft. Die Segel schlagen im Rigg, wir bergen den Spi und das Großsegel und versuchen es unter Genua.
Auf dem Vorschiff
Bademeister Sven eröffnet das Spa. Nach und nach taucht Kundschaft aus dem Salon auf und holt sich eine erfrischende Salzwasserdusche ab. Unter drei Eimern geht nichts sagt der Spa Chef – als Badegast unter dem Wasserschwall fragt man sich: Wie viel Wasser passt eigentlich in so eine Pütz und ist die dritte wirklich notwendig? Wohl duftend und wunderbar erfrischt geht es in den Nachmittag. Der Wind schläft vollkommen ein, wir haben so gut wie keine Fahrt mehr im Schiff. Die Wachen versuchen ihr bestes den letzten Windhauch auszunutzen - der Erfolg ist mäßig. Wir treiben mit 1 kn FüG durch den Atlantik.
Aus der Pantry
Chef de Cuisine Sabine und Sous-Chef Krischan bereiten das Abendessen zu. Die Bedingungen sind nicht einfach – die CHARISMA schlingert ohne Fahrt durch die Atlantikdünung. Das Bauernfrühstück mit Würstchen und Gurkensalat erfordert vollen Einsatz der Pantry-Crew und schmeckt im sonnigen Cockpit vorzüglich. Nach einem Mittagsschlaf und dem Essen geht der Skipper selbst ans Steuer. Und siehe da, die CHARISMA läuft wieder :) Mit 2 kn FüG gleiten wir durch das leicht gekräuselte Wasser und setzen erneut den Spinnaker - Kurs Europa.
Unter 180 qm Leichtwindspinnaker
Eine schöne Backstagsbrise löst die Flaute des Nachmittags ab - so segeln wir unter Leichtwind-Spi in den Abend. Auch der Seegang hat sich beruhigt. In Nordmeerstimmung gleiten wir durch die Weite des Atlantiks. Delphine begleiten uns und an Steuerbord sichten wir einen Wal. Die spätere Auswertung der Bilder ergibt, dass es wahrscheinlich ein Pottwal war. Bei der leichter werdenden Brise spitzen wir den Anstellwinkel des Spis über den Jockeypole bis auf 65° zur Schiffslängsachse an und gleiten in friedvoller Abendatmosphäre durch das ruhige weite Meer. Mit Sonnenuntergang bergen wir den Spinnaker und segeln unter Genua 2 und Großsegel in die 14. Nacht.


