Die Warmfront beschäftigt uns seit drei Tagen - heute haben wir die Rückseite am Wickel, bzw, die windtechnisch günstige Konstellation fördert unser guter Vorankommen. Mit kontinuierlich 7 kn FüG rauschen wir unter Genua III und Großsegel im 2. Reff durch die bewegte See. Der Himmel ist bewölkt - hin und wieder kommt noch eine Portion Fisselregen von achtern auf, so richtig aufreißen will der Himmel nicht. In den letzten zwei Tagen hatten wir zwei sehr Etmale.
Aus der Pantry
Die Zubereitung des Abendessens wird zusehens zum Staffellauf. Eine Abordnung beginnt mit den Vorbereitungen und tritt dann ihre Wache an, die verbleibenden Freiwachler bringen das Werk zum Abschluss und auf den Teller. Heute gab es Kartoffelstampf mit Grünen Bohnen und Ei. Die Backstube war auch fleißig, auf der Back steht ein frisch gebackenes Brot - die Form ist etwas windschief … wir haben vergessen die Kardanik des Ofens zu aktivieren. Dem Geschmack tut es keinen Abbruch.
Nachtsegeln
Unser gutes Vorankommen bemisst sich auch an der Beobachtung von Sonne und Mond. Der Sonnenauf- und -untergang verfrüht sich täglich um ca. 20 Minuten. Da wir unsere Bordzeit mit Start des TR 25 in Newport, RI auf UTC festgelegt haben, nehmen wir bei unserem östlichen Kurs den täglichen Fortschritt auch mit Betrachtung des Chronometers war. Ging in Newport (071° W) die Sonne am 18.06.2025 um 00:30 UTC (bzw. 20:30 LT) unter geht die Sonne am 06.07.2025 am 013° W, 58 Längengrade weiter östlich) um 21:00 UTC unter. Wir haben uns also über drei Zeitzonen gen Osten vorgearbeitet (15 Längengrade entsprechen einer Stunde). Beim zunehmenden Mond sieht’s anders aus. Täglich geht er ca. 01:15 UTC unter. Das tägliche Verschieben des Mondaufgang und -untergangs wird durch unser Vorankommen nach Osten kompensiert. Dafür gewinnt er täglich an Licht-Intensität, für uns bei der Wetterlage sehr dichter Bewölkung außer einem leicht hellerem Schwarzton des Himmels kaum wahrnehmbar.

