Unsere Erlebnisse

TR25 Tag 2 | Natur des Ozeans – 180 sm

Die Küstengewässer Neuenglands, Neuschottlands und Neufundlands werden häufig von Nebel mit 100% Luftfeuchtigkeit überzogen. Auf unserer Route weicht der nächtliche Seenebel in den frühen Morgenstunden dem aufgehenden Halbmond sowie der nachfolgenden Venus. Mit dieser einzigartigen Szenerie geht schließlich auch die Sonne auf. Bei schönen Bedingungen seglen wir mit Anliegerkurs Point Alpha entgegen.

Wahrschau Wetter
Die vorhergesagte Kaltfront setzt sich zur Mittagszeit durch. Wir machen sehr gute Fahrt. Der Wind frischt auf - wir binden das 1. Reff ins Großsegel und segeln unter Genua-2 Kurs Ost-Süd-Ost, zeitweise begünstig durch mit uns setzende Strömungen. Mit zunehmendem Seegang kommt das 2. Reff ins Großsegel und wir rollen die Genua bis zum 2 Reffpunkt ein. Auf Raumschotskurs sucht sich die CHARISMA ihren Weg durch die wogende See. Der Wind baut sich zu 7 Beaufort auf, bis zu 30 kn Wind - wir bergen das mittlerweile dreifach gereffte Großsegel und fahren nunmehr nur unter weiter gerefften Genua 2.

Seemannschaft
Während die Wachen vom Skippy begleitet die CHARISMA auf Kurs halten, ist die Freiwache im Salon mit der Essenzubereitung beschäftig. Bei den rollenden Schiffsbewegungen entscheiden wir uns für die kalte Küche - unter erschwerten Bedingungen wird "taktisch" so geschnippelt, dass die Radischenhälften nicht davon rollen und der Salatkopf steht. Das Ergebnis ist ein knackiger Salat mit Thunfisch, dazu ein hart gekochtes Ei. Großes Lob an Krischan und Hansjörg für diesen Einsatz - der Salat schmeckt ganz wunderbar!

Bewegte Nacht
Die Front hält sich hartnäckig und lässt erst gegen Mitternacht (UTC) langsam nach - 120° Windeinfallswinkel führt zu einem Kompasskurs von 110-120°. Bei einer Missweisung von -18° (W) liegt unser Kurs über Grund bei 090-100°. Die Bearingline zu Point Alpha liegt bei 072° über Grund. So rollen wir in bewegter See durch die Nacht ... die Wachen versuchen Fahrt in Schiff zu halten, die Freiwachen verkeilen das laufende Gut in den Schapps und sich selbst in den Kojen um etwas Schlaf zu finden.

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