Unsere Erlebnisse

TR25 Tag 14 | Im Rausch des Starkwindspinnakers (137 sm)

Das rote Tuch
Mit Sonnenaufgang gibt es wie am Tag zuvor Morgengymnastik mit Skippy auf dem Vorschiff - wir setzen den roten Starkwind-Spinnaker mit 150 qm Segelfläche. Im Vergleich zum Leichtwind-Spi hat der Starkwind-Spi ein festeres Tuch und ist ranker geschnitten. Seitdem rauschen wir auf Halbwindkurs mit 7 kn FüG durch die noch ruhige See. Für die nächsten Tage ist eine Warmfront angekündigt, die uns mehr Wind bringen wird. Da uns die Front mehrere Tage begleiten wird, wechseln wir die Genua II auf die Genua III.

Vorsegelwechsel unter Spinnaker
‚All Hands on Deck‘ - dieses Seefahrtskommando verspricht traditionell Arbeit. Zunächst erläutert der Skippy das Manöver und weist die Crew auf ihren Positionen ein. Fredi und Jens filmen für die lehrreiche Dokumentation. Am Steuer stehend habe ich den Überblick und die Kontrolle über die unter Spinnaker segelnde Yacht. Wir rollen die Genua-2 aus. Andrea betätigt das Genua-Fall während Sven, Hansjörg, Krischan und Sabine auf dem Vorschiff das 73 qm umfassende Tuch einholen. Wir verholen die Genua auf das luvwärtige Deck um das Vorsegel in Bahnen sorgfältig zusammenzulegen, einzurollen und zu verschnüren. Dann transportieren wir die Genua-3 aufs Vorschiff, schlagen die Schoten an und heißen das 53 qm umfassende Vorsegel auf und rollen es wieder ein. Wir sind für den kommenden Wind gewappnet und können nach dem Bergen des Spis ohne Geschwindigkeitsverlust eines anstehenden Segelwechsels gleich auf das geeignete Vorsegel zugreifen.

Aus der Pantry
Heute versuchen sich Andrea und Krischan am Brotbacken. Klappt ganz gut - wir kommen dem Original von Hansjörg recht nah :) Zum Abendessen gibt es inspiriert durch das Food-Magazin „Eat Smarter“ Gewürzrcouscous mit orientalischem Linsensalat. Das ganze ist unkompliziert zuzubereiten und schmeckt ausgesprochen lecker.

Aus der Navi-Ecke
Am späten Nachmittag haben wir die 1.000er Marke der noch zu verbleibenden Seemeilen bis Lizard Point geknackt. Heute vor zwei Wochen sind wir in Newport gestartet, seitdem liegen 1.950 Seemeilen in unserem Kielwasser.

Und Tschüss
Chefines neue große Liebe ist der rote Starkwind-Spi :). Bis zum Sonnenuntergang segeln wir ihn an der Kante. Wind und Seegang nehmen zu - der Spi kommt runter und wird vom Skippy ziemlich fest im Sack verzurrt. Ob der nochmals raus darf auf dieser Reise? Unter Genua-3 und Großsegel segeln wir bei S-SW 4-5 unter Hochdruckeinfluss noch vor der Warmfront in die 15. Nacht, zunächst noch erhellt vom zunehmenden Halbmond.

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