Am Abend lässt der Wind weiter nach, die Windanzeige sagt 4 kn Scheinbarer – wir trimmen den Spinnaker flach und gehen bis zu 60° zum Wind - so machen wir noch eine Stunde 3,5 kn Fahrt über Grund, bevor wir mit Sonnenuntergang das bunte Tuch bergen.
Durch die Nacht
Die Nacht verläuft bei leichtem Wind wechselhaft – die einen Wachen suchen den Wind und machen 1,5 kn FüG, die anderen fassen für 3 Stunden einen feine Brise auf und gleiten mit 7 kn durch die glatte See. Die Freiwachen genießen die ruhigen Schiffsbewegungen und schlafen gut.
Am Morgen
In den frühen Morgenstunden geht die weiter abnehmende Mondsichel an Steuerbord auf, gefolgt von der Venus. Rund 2 Stunden später beginnt die Morgendämmerung bis die Sonne als roter Feuerball am klaren Horizont aufgeht. An Backbord tauchen Grintwale auf und begleiten uns in den Morgen. Wir setzen den Leichtwindspinnaker und machen rund 5 kn Fahrt über Grund gen Point Alpha. Passend zu diesem perfekten Sonntagmorgen gibt es für die Cockpit-Crew Rührei mit Lachs.
Zur Mittagszeit
Über den Vormittag nimmt der Wind weiter ab - der Spinnaker flappt in den Wanten, wir haben kaum mehr Fahrt im Schiff. Wir bergen der Spi, fahren eine Halse und rollen die Genua auf Backbord aus. So können wir höher an den rückdrehenden Wind und bekommen wieder Zug ins Schiff. An Backbord zieht ein Mondfisch auf Gegenkurs an uns vorbei.
Am Nachmittag
Die Sonne scheint, die Luft ist warm und die Steuerwachen holen das Beste aus den leichten Brisenstrichen heraus. Mit dem Drehen des Windes hat sich eine leichte südliche Brise mit 1 Beaufort etabliert. Dennoch kommen wir zeitweise bis 5 kn FüG voran, sind aber bei diesem leichtestem Wind auch mit 3 kn zufrieden. Der Grund, dass wir für diese leichten Brisenverhältnisse so gut voran kommen liegt in einer mitlaufenden Meeresströmung, die uns bis 1,5 kn unterstützt.
Wir nutzen diesen sonnigen Sonntag in leichter Dünung des Nordatlantischen Ozeans und eröffnen das Vorschiffs-Spa. Die Pützen mit Seewasser sind herrlich erfrischend. In der Pantry werden von Fredi Rösti zubereitet. Wir genießen einen ruhigen Sonntagnachmittag und warten auf das Einsetzen des stärker werdenden Südwindes, der für die nächsten 2 Tage vorhergesagt ist, und segeln in die fünfte Nacht.



